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Papst prangert übermäßiges Essen als "Mittel zur persönlichen Zerstörung" an

Papst Franziskus hat die "schlechten" und teilweise "zerstörerischen" Ernährungsgewohnheiten von knapp 700 Millionen übergewichtigen Menschen weltweit angeprangert.

Papst Franziskus bei einer Audienz am Mittwoch in Rom

Papst Franziskus bei einer Audienz am Mittwoch in Rom

Papst Franziskus hat die "schlechten" und teilweise "zerstörerischen" Ernährungsgewohnheiten von knapp 700 Millionen übergewichtigen Menschen weltweit angeprangert. Am Mittwoch schrieb das Kirchenoberhaupt in einer Mitteilung an die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, dass "Lebensmittel nicht mehr nur zur Deckung des eigenes Bedarfs genutzt werden, sondern ein Mittel zur persönlichen Zerstörung sind". Anlass seiner Kritik ist der Welternährungstag.

In seiner Erklärung stellte der Papst die 820 Millionen hungernden Menschen den fast 700 Millionen Übergewichtigen gegenüber, die "Opfer schlechter Essgewohnheiten" seien. Übergewicht sei nicht nur ein "Symbol des Überflusses", sondern auch eine Geißel einkommensschwacher Länder, in denen wenig und schlecht gegessen wird, indem Ernährungsmodelle entwickelter Regionen kopiert werden.

Er forderte "die Pflege von Lebensstilen, die von der Dankbarkeit für die Geschenke, die wir erhalten haben, inspiriert sind, und die Annahme eines Geistes der Mäßigung". Es sei eine "grausame, ungerechte und paradoxe Realität, dass es heute Nahrung für alle gibt und doch nicht jeder Zugang dazu hat".

AFP