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Parlamentswahlen in Spanien begonnen

Inmitten der Katalonien-Krise und des Aufstiegs der extremen Rechten haben am Sonntag in Spanien die Parlamentswahlen begonnen.

Spanischer Regierungschef Pedro Sánchez

Spanischer Regierungschef Pedro Sánchez

Inmitten der Katalonien-Krise und des Aufstiegs der extremen Rechten haben am Sonntag in Spanien die Parlamentswahlen begonnen. Rund 37 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Umfragen zufolge gilt der Sieg der Sozialisten von Regierungschef Pedro Sánchez als sicher. Allerdings ist ungewiss, ob eine stabile Regierung gebildet werden kann.

Die vorgezogene Neuwahl war nötig geworden, nachdem es Sánchez nach seinem Wahlsieg im April nicht gelungen war, eine stabile Regierung zu bilden. Die Wahllokale öffneten um 09:00 Uhr. Erste Hochrechnungen werden gegen 22.00 Uhr erwartet.

Weder für das linke noch für das rechte Lager ist eine parlamentarische Mehrheit von 176 der 350 Abgeordneten im Parlament in Madrid in Sicht. Mit besonderer Spannung wird zudem das Abschneiden der rechtsextremen Vox-Partei erwartet, die an das Erbe des spanischen Diktators Francisco Franco anknüpft. Sie könnte Umfragen zufolge zur drittstärksten Kraft hinter den Sozialisten und der konservativen Volkspartei (PP) aufsteigen und die Zahl ihrer bislang 24 Mandate in etwa verdoppeln.

Eine große Rolle im Wahlkampf spielte die Krise im nach Unabhängigkeit strebenden Katalonien. Die Rechten werfen Sánchez vor, zu sanft mit den abtrünnigen Katalanen umzugehen.

AFP