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Polizei rechnet nicht mehr mit Überlebenden auf Vulkaninsel in Neuseeland

Nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland rechnet die Polizei nicht mehr mit weiteren Überlebenden.

Wrack eines Hubschraubers auf White Island

Wrack eines Hubschraubers auf White Island

Nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland rechnet die Polizei nicht mehr mit weiteren Überlebenden. "Auf der Grundlage der vorliegenden Informationen gehen wir nicht davon aus, dass noch Überlebende auf der Insel sind", erklärte die neuseeländische Polizei in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit). Bei mehreren Aufklärungsflügen sei auf der Vulkaninsel White Island vor der Nordküste Neuseelands "kein Lebenszeichen" mehr entdeckt worden.

Der Ausbruch des White Island Vulkans hatte am Montagnachmittag dutzende Touristen auf der bei Urlaubern beliebten Vulkaninsel überrascht. Bis zum Abend konnten 23 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Fünf von ihnen erlagen nach Polizeiangaben aber ihren schweren Verletzungen. Auch einige der 18 Überlebenden erlitten demnach schwere Verbrennungen.

Das Schicksal von mindestens zehn weiteren Menschen war bis zum späten Abend noch unklar gewesen. Die Suche nach den Vermissten wurde bei Einbruch der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Bis dahin hatten die Rettungskräfte die Insel mehrfach überflogen. Überlebende wurden dabei nicht gesichtet, wie die Polizei in der Nacht mitteilte. Alle Menschen, die lebend von der Vulkaninsel gerettet werden konnten, seien offensichtlich bereits "bei der Evakuierung" der Insel unmittelbar nach dem Vulkanausbruch in Sicherheit gebracht worden.

Obwohl die Retter kaum noch Hoffnungen haben, die Vermissten noch lebend zu bergen, will das neuseeländische Militär bei Tagesanbruch einen weiteren Sucheinsatz starten. Die Polizei bemüht sich nach eigenen Angaben zudem mit Hochdruck darum, die genaue Zahl der Todesopfer herauszufinden.

Zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs waren nach Angaben der Polizei etwa 50 Menschen auf der Insel oder in der Nähe gewesen. Nach Angaben der neuseeländischen Regierungschefin Jacinda Ardern waren darunter auch Touristen, die sowohl aus Neuseeland als auch aus dem Ausland kamen.

Mehrere der betroffenen Touristen kamen offenbar aus Australien. Etwa 30 waren zudem Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Ovation of the Seas", die einen Tagesausflug zu der Vulkaninsel unternommen hatten. Das Auswärtige Amt in Berlin hat nach eigenen Angaben noch keine Informationen zu möglichen deutschen Betroffenen.

AFP
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