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Portugal weitet Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aus

Maskenträgerinnen in Lissabon
Maskenträgerinnen in Lissabon
© © 2020 AFP
Angesichts steigender Infektionszahlen weitet Portugal seine Corona-Restriktionen aus. Vom 30. November bis zum 7.

Angesichts steigender Infektionszahlen weitet Portugal seine Corona-Restriktionen aus. Vom 30. November bis zum 7. Dezember müssen Schulen und Behörden geschlossen bleiben, wie die Regierung in Lissabon am Samstag entschied.

Zwei Feiertage im Land am 1. und 8. Dezember sollen genutzt werden, um den Kampf gegen die Pandemie deutlich voranzutreiben, wie Regierungschef António Costa bei einer Pressekonferenz in Lissabon sagte. Er rief die Privatwirtschaft auf, ihren Mitarbeitern in dem genannten Zeitraum ebenfalls frei zu geben.

Die Regierung will überdies den Bürgern vom Abend des 27. November bis zum Morgen des 2. Dezember sowie vom 4. bis zum 9. Dezember untersagen, sich von einer Kommune in eine andere zu bewegen. Das Land wurde abhängig vom gegenwärtigen Ansteckungsrisiko in vier Zonen aufgeteilt, für die ab Dienstag unterschiedliche Beschränkungen gelten. Für einen Großteil der portugiesischen Kommunen gilt jetzt schon eine nächtliche Ausgangssperre und die Pflicht zu Tele-Arbeit.

Am Samstag wurden in Portugal 6472 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, 62 Infizierte starben. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land auf 3842.

Nachdem Portugal die erste Welle der Pandemie relativ gut überstanden hatte, hat sich die Zahl der Neuinfektionen seit Ende September praktisch alle zwei Wochen verdoppelt. "Wir müssen diese Tendenz bremsen und umkehren", sagte Costa. Das derzeitige Infektionsgeschehen stelle "eine Gefahr für die Gesellschaft und das nationale Gesundheitssystem" dar.

Als eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas kündigte Italien am Samstag den Start einer umfangreichen Corona-Impfkampagne ab Ende Januar an. "Diese Kampagne wird beispiellos sein" und werde "eine außerordentliche Mobilisierung" erfordern, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Das deutsche Biotechnologieunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer sowie die US-Firma Moderna haben nach eigenen Angaben Corona-Impfstoffe mit einer Wirksamkeit von rund 95 Prozent entwickelt. Eine Zulassung der Mittel im Schnellverfahren steht in Europa allerdings noch aus.

Zudem ist in Italien trotz der bereits fast 50.000 Corona-Toten die Impf-Skepsis groß: In einer Ipsos-Umfrage für den Fernsehsender La7 gaben diese Woche 16 Prozent der Befragten an, dass sie sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen. 42 Prozent der Italiener wollen demnach erst abwarten, ob die Impfung wirkt.

AFP

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