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Produktion strombasierter Kraftstoffe könnte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen

Wasserstoffproduktion in Nordrhein-Westfalen
Wasserstoffproduktion in Nordrhein-Westfalen
© © 2021 AFP
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat für die sogenannten Power-to-X-Technologien geworben.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat für die sogenannten Power-to-X-Technologien geworben. Die Produktion von strombasierten Kraftstoffen könnte in Deutschland neue Arbeitsplätze schaffen: "Für die Entwicklung und Produktion von PtX-Technologien wird das gebündelte Knowhow von Forschern, Ingenieuren und technischen Fachkräften aus Deutschland gebraucht", erklärte Schulze am Mittwoch bei der Vorstellung eines globalen Potenzialatlas des Fraunhofer-Instituts.

Mit Power-to-X-Technologien werden aus erneuerbaren Energien ("Power") erst Wasserstoff und anschließend weitere Treib- und Kraftstoffe ("X") produziert. Die Herstellung und Nutzung von Wasserstoff als Kraftstoff und als Stromspeicher ist aufwendig, gilt aber als Hoffnungsträger für energieintensive Industrien und den Verkehr.

Auf einer vom Bundesumweltministerium ausgerichteten Fachkonferenz diskutieren Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft am Mittwoch über die Markteinführung strombasierter Kraftstoffe in der Luft- und Seefahrt. Positive Effekte werden laut Bundesumweltministerium auch für den Anlagenbau in Deutschland erwartet.

Im Jahr 2050 werden laut Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik für den weltweiten Luftverkehr etwa 6700 Terawattstunden und für den globalen Schiffsverkehr 5700 Terawattstunden strombasierte Kraftstoffe benötigt. Entscheidend für die Produktion sei der zügige Ausbau erneuerbarer Energien, erklärte Kurt Rohrig vom Fraunhofer-Institut.

Außerhalb Europas gibt es laut Studie weltweit ein jährliches Erschließungspotenzial von 69.100 Terawattstunden für grünen Wasserstoff, weitere 57.000 Terawattstunden könnten durch die Herstellung synthetischer Kraftstoffe erzeugt werden. Deutschland plant daher auch eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Ländern, die für die Produktion besonders geeignet sind.

AFP

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