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Proteste nach Museumsbrand in Rio de Janeiro

Nach dem verheerenden Brand im Nationalmuseum in Rio de Janeiro sind am Montag tausende Menschen zu Protesten gegen staatliche Sparmaßnahmen auf die Straße gegangen.

Nationalmuseum in Rio von Feuer zerstört

Nationalmuseum in Rio von Feuer zerstört

Nach dem verheerenden Brand im Nationalmuseum in Rio de Janeiro sind am Montag tausende Menschen zu Protesten gegen staatliche Sparmaßnahmen auf die Straße gegangen. "Es ist nicht genug, einfach zu weinen, die Bevölkerung muss empört sein", sagte Museumsdirektor Alexandre Keller vor dem ausgebrannten Gebäude, wo sich rund 500 Demonstranten für eine Menschenkette versammelt hatten.

"Ein Teil dieser Tragödie hätte verhindert werden können", sagte Keller. Die Regierung müsse dem Museum nun helfen, "seine Geschichte zu rekonstruieren".

Zu den vor dem Museum versammelten Demonstranten zählten überwiegend Studenten und Wissenschaftler, viele waren schwarz gekleidet. Zuvor war es vor dem Museum zu Zwischenfällen gekommen, als Demonstranten Steine auf Polizisten warfen, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Mit Blick auf Brasiliens Präsidenten Michel Temer riefen einige: "Temer raus!"

Im Zentrum von Rio de Janeiro versammelten sich später tausende Menschen zu einer Protestkundgebung, darunter viele Kunststudenten. Sie beklagten, die Katastrophe habe sich angekündigt. Kulturmininister Sérgio Sá Leitão hatte zuvor eingeräumt, dass die "Tragödie hätte vermieden werden können". Die Probleme hätten sich im Lauf der Zeit angehäuft.

Der Brand war am Sonntagabend aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Das Feuer fraß sich binnen Stunden durch hunderte Ausstellungsräume und vernichtete alles auf seinem Weg. Die Feuerwehr kämpfte bis zum Morgen gegen die Flammen.

Das Museum war eines der ältesten Museen in Brasilien. Insgesamt erstreckte es sich über eine Fläche von 13.000 Quadratmetern. Es zählte mehr als 20 Millionen Exponate, von denen der größte Teil zerstört wurde.

AFP

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