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Prüfer ziehen positives Fazit nach Überprüfung von Transplantationszentren

Nach einer weiteren Prüfung von Organtransplantationszentren haben die zuständigen Kontrolleure eine "positive Zwischenbilanz" gezogen.

Jahresbericht zu Kontrollen in Transplantationszentren

Jahresbericht zu Kontrollen in Transplantationszentren

Nach einer weiteren Prüfung von Organtransplantationszentren haben die zuständigen Kontrolleure eine "positive Zwischenbilanz" gezogen. Auffälligkeiten hätten sich im aktuellen Prüfzeitraum von 2013 bis 2015 nur in den bereits bekannten Fällen an den Universitätskliniken Berlin, Göttingen und Essen gezeigt, teilte die gemeinsame Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung am Montag mit.

Das Gremium war nach dem Organspendeskandal eingerichtet worden und prüft seit 2012 in Dreijahresabständen, ob die deutschen Transplantationszentren bei der Vermittlung von Spenderorganen und der Organisation ihrer Wartelisten gegen die Richtlinien verstoßen. Diesmal analysierten die Prüfer die Krankenakten von 1900 Empfängern an 59 Transplantationszentren zwischen 2013 und 2015.

In Programmen zu Lungen-, Nieren- und Pankreastransplantationen gab es dabei keine Auffälligkeiten. Auch die Programme für Herz- und Lebertransplantationen arbeiteten zum größten Teil korrekt. Probleme gab es lediglich in den Transplantationsprogrammen der Universitätskliniken in Berlin, Göttingen und Essen. Unregelmäßigkeiten dort waren bereits bekannt und Gegenstand von .

Laut den Prüfern lagen am Berliner Herztransplantationszentrum ab Frühjahr 2014 keinerlei Anhaltspunkte auf systematische Verstöße oder Manipulationen mehr vor. Die Göttinger Universitätsklinik habe sich seit der Prüfung der vorangegangenen Kontrollperiode 2012 "im Wesentlichen" richtlinienkonform verhalten sowie Fehler aus der Vergangenheit korrigiert. In Essen gab es Verstöße gegen eine Ausnahmeregelung bei der Wartelistenanmeldung bei Leberkrebs.

AFP