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Putin und Erdogan einigen sich auf Waffenruhe im Nordwesten Syriens

Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan haben sich auf eine Waffenruhe für die nordwestsyrische Provinz Idlib geeinigt.

Putin (r.) und Erdogan bei ihrem Treffen in Moskau

Putin (r.) und Erdogan bei ihrem Treffen in Moskau

Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan haben sich auf eine Waffenruhe für die nordwestsyrische Provinz Idlib geeinigt. Die Waffenruhe solle ab Mitternacht gelten, gab Erdogan am Donnerstagabend nach einem Treffen der beiden Politiker in Moskau zur Entschärfung der angespannten Lage in Idlib bekannt. Nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow sind zudem gemeinsame Patrouillen auf einer strategisch wichtigen Autobahn geplant.

Russland und die Türkei unterstützen in dem Konflikt die gegnerischen Parteien: Moskau steht an der Seite der syrischen Regierungstruppen, deren Gegner wiederum werden von der Türkei unterstützt. Die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad gehen mit russischer Unterstützung seit Dezember gegen die letzte Hochburg islamistischer Milizen in Idlib vor. Knapp eine Million Menschen flüchteten seitdem nach UN-Angaben ins syrisch-türkische Grenzgebiet.

Die Türkei startete vor einigen Tagen eine große Militäroffensive gegen die syrischen Regierungstruppen in der Region, nachdem bei einem syrischen Luftangriff auf türkische Beobachterposten 34 Soldaten getötet worden waren. Die Eskalation in Nordsyrien belastete auch zunehmend die bilateralen Beziehungen zwischen Moskau und Ankara.

Putin sagte nun, er hoffe, die Vereinbarung werde "als Grundlage für ein Ende der Kämpfe in der Deeskalationszone in Idlib" dienen und das Leiden der Zivilbevölkerung beenden. Erdogan warnte jedoch, sein Land behalte sich vor, bei einem syrischen Angriff "mit aller Macht zurückzuschlagen".

AFP

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