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Ramelow verteidigt Vorstoß für Beendigung der Corona-Einschränkungen in Thüringen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat seinen Vorstoß zur Abschaffung der Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland verteidigt.

Bodo Ramelow

Bodo Ramelow

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat seinen Vorstoß zur Abschaffung der Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland verteidigt. "Wir haben im März auf der Grundlage von Schätzungen von 60.000 Infizierten entschieden - jetzt haben wir aktuell 245 Infizierte", sagte Ramelow der "Bild am Sonntag". "Der Erfolg gibt uns mit den harten Maßnahmen recht - zwingt uns nun aber auch zu realistischen Konsequenzen und zum Handeln." Für Thüringen empfehle er deshalb die Aufhebung der Maßnahmen.

Mit seiner Ankündigung stößt Ramelow jedoch in der eigenen Koalition in Erfurt auf Widerstand. "Das hat überall große Irritationen ausgelöst", sagte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Matthias Hey, dem Blatt.

Skepsis gibt es auch in anderen Bundesländern. "Ich bin dankbar für jede Lockerung, die wir verantworten können. Aber wir müssen umsichtig und vorsichtig sein", sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) der "Bild am Sonntag". Die Gefahr sei noch nicht gebLandeannt. "Wir dürfen die erzielten Erfolge im Kampf gegen die Seuche nicht fahrlässig aufs Spiel setzen", warnte Strobl.

Ähnliche Töne kommen auch aus dem nur noch schwach von der Pandemie betroffenen Mecklenburg-Vorpommern. "Ich halte eine komplette schnelle Lockerung für verfrüht", sagte Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU).

AFP

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