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Rentner erhalten ab Juli deutliches Plus ihrer Altersbezüge

Die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab Mitte des Jahres ein deutliches Plus ihrer Altersbezüge: Die Renten steigen zum 1.

Die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab Mitte des Jahres ein deutliches Plus ihrer Altersbezüge: Die Renten steigen zum 1. Juli in Westdeutschland um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch mitteilte. Die Steigerung entspricht damit genau den jüngsten Prognosen.

Das Rentenniveau steigt damit sogar leicht auf 48,16 Prozent an. Das Niveau im Osten erhöht sich damit von 95,8 Prozent auf 96,5 Prozent des aktuellen Werts im Westen. "Auch in diesem Jahr profitieren die Rentner von der guten Lage am Arbeitsmarkt und den Lohnsteigerungen der Vergangenheit in Form von besseren Renten", sagte Heil. Er zeigte sich überzeugt, dass der Rentenwert Ost bis 2024 dem Westniveau entsprechen werde.

Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, verwies auf die hohe Steigerungsrate bei der Altersversorgung: "Mit der Rentenanpassung in diesem Jahr erleben wir seit 2014 eine Steigerung der Renten im Westen von 15 Prozent und im Osten von 20 Prozent", erklärte sie in Berlin. "Das liegt deutlich über der Preissteigerung in diesem Zeitraum." Diese positive Entwicklung stärke die gesetzliche Rente "als zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland".

Nach Ansicht der Union im Bundestag zeigt das neue Rentenplus, dass die Rentenversicherung auf einer sehr soliden Basis steht. Wegen der erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik sei auch die Zahl der Beitragszahler gestiegen, erklärte der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Peter Weiß CDU).

Grundlage für die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung beträgt 2,39 Prozent in den alten Ländern und 2,99 Prozent in den neuen Ländern. Neben der Lohnentwicklung beeinflusst der Nachhaltigkeitsfaktor die Höhe der Renten. Er bewirkt, dass die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehern zu Beitragszahlenden berücksichtigt wird.

AFP

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