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Reul: Nach Autoattacken kein Hinweis auf Kontakte des Fahrers in rechte Szene

Nach den mutmaßlich fremdenfeindlichen Autoattacken im Ruhrgebiet haben die Ermittler nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) bislang keine Hinweise auf Kontakte

Reul am Tatort in Bottrop

Reul am Tatort in Bottrop

Nach den mutmaßlich fremdenfeindlichen Autoattacken im Ruhrgebiet haben die Ermittler nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) bislang keine Hinweise auf Kontakte des tatverdächtigen Deutschen zur rechtsextremen Szene. Bisher habe die Polizei "keinen Ansatzpunkt gefunden, dass dieser Mann irgendwelche Verbindungen hat oder dass er selber in irgendwelchen rechtsradikalen Kreisen sich bewegt", sagte Reul am Mittwoch im Radiosender WDR 5.

Es scheine eher so zu sein, dass der 50-jährige Essener "aus einer persönlichen Betroffenheit und Unmut heraus dann Hass auf Fremde entwickelt hat", fügte Reul hinzu. Allerdings müssten die weiteren Ermittlungsergebnisse abgewartet werden. Mit Blick auf eine mögliche psychische Erkrankung des Tatverdächtigen sagte Reul, es gebe bislang nur die Erkenntnis, dass der Mann in früheren Zeiten "in Behandlung" gewesen sei.

Der Mann war in der Silvesternacht mit seinem Auto in Bottrop und Essen mehrfach in Menschenansammlungen gefahren - laut Reul in der festen Absicht, Ausländer zu töten. Dabei wurden insgesamt acht Menschen verletzt. Allein bei der Tat in Bottrop trugen sieben Menschen teils schwere Verletzungen davon. Der 50-Jährige sitzt mittlerweile wegen mehrfachen Mordversuchs in Untersuchungshaft.

AFP
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