HOME

Röttgen für Beteiligung der Bundeswehr bei internationalem Einsatz in Syrien

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), hat sich für eine Beteiligung Deutschlands an einem Militäreinsatz seiner Verbündeten in Syrien ausgesprochen.

Luftangriffe in der syrischen Provinz Idlib

Luftangriffe in der syrischen Provinz Idlib

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert (CDU), hat sich für eine Beteiligung Deutschlands an einem Militäreinsatz seiner Verbündeten in Syrien ausgesprochen. "Deutschland sollte erwägen, sich unter bestimmten Bedingungen mit seinen Verbündeten USA, Frankreich und Großbritannien an einem Militäreinsatz in Syrien zu beteiligen", sagte Röttgen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

Wenn es darum gehe, "einen neuen schrecklichen Giftgasangriff mit massenhafter Wirkung auf die Zivilbevölkerung zu verhindern, sollte sich dem nicht verschließen", sagte der CDU-Politiker. Manchmal liege "auch in der Vergeltung eines Giftgasangriffes eine Abschreckung für weitere Einsätze von Chemiewaffen". Die Bundeswehr solle prinzipiell bereit sein, "sich an Aufklärungsflügen, Schadensanalysen nach Kampfeinsätzen und an Kampfeinsätzen zu beteiligen".

Die völkerrechtliche Rechtfertigung für einen sei seines Erachtens gegeben, "wenn sich die syrische Staatsgewalt durch den Einsatz von international geächteten Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung wendet und wenn die Aktion streng auf das Vergehen bezogen und damit begrenzt" sei. Die internationale Gemeinschaft habe dann die Verantwortung zum Schutz der syrischen Zivilbevölkerung.

Die Bundesregierung hatte die Frage am Montag offen gelassen, ob es zu einem Bundeswehreinsatz in kommen könnte. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, im Verteidigungsministerium seien kürzlich weitergehende Militäroptionen für Syrien diskutiert worden.

AFP

Das könnte sie auch interessieren