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Ruhani: Die USA müssen "Kriegstreiberei" gegen den Iran aufgeben

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die USA aufgerufen, ihre "Kriegstreiberei" gegen sein Land aufzugeben.

Ruhani fordert USA zu Abkehr von "Kriegstreiberei" auf

Ruhani fordert USA zu Abkehr von "Kriegstreiberei" auf

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die USA aufgerufen, ihre "Kriegstreiberei" gegen sein Land aufzugeben. "Die Amerikaner müssen verstehen, dass Kriegslust und Kriegstreiberei nicht zu ihrem Nutzen sind. Beides muss aufgegeben werden", sagte Ruhani am Mittwoch bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Kabinettssitzung. "Der Feind übt 'maximalen Druck' auf uns aus. Unsere Antwort ist, uns dem zu widersetzen und dem entgegenzustellen."

Der iranische Präsident warnte zudem, dass der Iran weitere Schritte zum Rückzug aus dem internationalen Atomabkommen unternehmen werde, sollte "dies in Zukunft notwendig" sein. Sein Land werde nur dann zum Atomabkommen zurückkehren, wenn auch die USA dies täten, sagte Ruhani. Die Führung in Teheran hat in Reaktion auf den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen seit Mai ihre Urananreicherung schrittweise ausgeweitet.

Als dritten Schritt verkündete die Regierung am Samstag, weitere leistungsstärkere Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb zu nehmen. Sie erhöht damit den Druck auf die Europäer, nach der Wiedereinsetzung der US-Sanktionen mehr zur Aufrechterhaltung des Handels zu tun. Die USA wollen den Iran mit ihrer Politik des "maximalen Drucks" zu weiteren Zugeständnissen bei seinem Atom- und Raketenprogramm zwingen.

US-Präsident Donald Trump entließ am Dienstag aber wegen tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten seinen Sicherheitsberater John Bolton, der als treibende Kraft hinter Washingtons aggressivem Kurs gegenüber dem Iran galt. Boltons Abgang sei ein "klares Zeichen für die Niederlage der amerikanischen Strategie des maximalen Drucks", erklärte Teheran daraufhin. "Die Blockade des Iran wird zusammenbrechen."

Der Iran wies auch erneut ein Angebot Trumps zu direkten Gesprächen mit Ruhani zurück. Irans UN-Botschafter Majid Takht-Ravanchi bekräftigte am Mittwoch Teherans Position, dass ein Treffen mit US-Vertretern nur im Rahmen der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland denkbar sei. Zudem müssten die USA dafür ihren "Wirtschaftsterrorismus" aufgeben und alle Sanktionen aufheben, sagte er der Nachrichtenagentur Irna.

AFP
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