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RWE-Chef rechnet mit "signifikantem Stellenabbau" im rheinischen Kohlerevier

Der Kompromiss der Kohle-Kommission zum Kohleausstieg wird nach Ansicht von RWE-Chef Rolf Martin Schmitz zu "tiefen Einschnitten" führen.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz im Oktober in Berlin

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz im Oktober in Berlin

Der Kompromiss der Kohle-Kommission zum Kohleausstieg wird nach Ansicht von RWE-Chef Rolf Martin Schmitz zu "tiefen Einschnitten" führen. Der Energieversorger RWE habe im rheinischen Revier in den letzten Jahren schon Kraftwerksblöcke für die Sicherheitsbereitschaft vom Netz genommen, sagte er der "Rheinischen Post" vom Montag. Weitere Stilllegungen würden deshalb umso schwieriger und hätten "dann wohl auch große Auswirkungen auf das Tagebausystem". Er rechne bereits bis 2023 mit einem "signifikanten Abbau" an Stellen.

Dies betreffe unmittelbar bis Ende 2022 die Mitarbeiter der zu schließenden Kraftwerke, sagte Schmitz dem Blatt. Mittelbar seien in den darauf folgenden Jahren dann auch Beschäftigte im Tagebau betroffen.

"Das muss unbedingt sozialverträglich erfolgen, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen nicht die Leidtragenden politischer Beschlüsse werden", forderte Schmitz. Dafür werde RWE sich zusammen mit den Gewerkschaften einsetzen.

Die Kohle-Kommission hat empfohlen, bis Ende 2022 insgesamt 12,5 Gigawatt Leistung aus der Kohle-Verstromung vom Netz zu nehmen, um die eigentlich schon für 2020 zugesagten deutschen Klimaziele zumindest mit Verspätung zu erreichen. Bis 2030 sollen kontinuierlich weitere Braun- und Steinkohlewerke abgeschaltet werden. Endgültig auslaufen soll die Kohle-Verstromung laut Kommissionsempfehlung spätestens 2038.

AFP

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