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Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister bedauert Mangel an Exzellenz-Unis im Osten

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) hält es für bedauerlich, dass die TU Dresden die einzige Exzellenz-Universität in Ostdeutschland ist.

Armin Willingmann

Armin Willingmann

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) hält es für bedauerlich, dass die TU Dresden die einzige Exzellenz-Universität in Ostdeutschland ist. "Ich kann mich sehr mit den Dresdnern freuen", sagte der Politiker und Wissenschaftler am Freitagabend dem Sender MDR. "Das ist ein schöner Erfolg. Auch wenn es bedauerlich ist, dass es die einzige ostdeutsche Hochschule ist."

Willingmann sprach dabei von einem strukturellen Problem. "Wenn sie sich anschauen, wer jetzt bei den elf Geförderten dabei ist, dann sind es im Grunde die Metropoluniversitäten, die auch in der Vergangenheit zu den Reicheren gehörten, in den reicheren Ländern", sagte er. Viele verfügten über eine sehr lange Tradition und hätten deshalb andere Forschungsstrukturen sowie längere internationale Kontakte aufgebaut.

Auch Sachsen-Anhalt habe noch Nachholbedarf, räumte Willingmann im Gespräch mit dem MDR ein. So müssten etwa Hochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen noch enger zusammenarbeiten. Um Forscher aus dem Ausland anzulocken, brauche es außerdem eine erstklassige kulturelle Infrastruktur in Stadt und Land.

Bundeswissenschaftsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte am Freitag zehn Hochschulen und den Verbund aus den Berliner Universitäten zu Exzellenz-Unis gekürt. Für die Gewinner des Verfahrens stehen jährlich insgesamt 148 Millionen Euro zur Verfügung, von denen der Bund drei Viertel trägt.

Gefördert wird unter anderem der Berliner Verbund aus Humboldt-Universität, Technischer Universität, Freier Universität und der Universitätsmedizin Charité. Den neuen Exzellenzstatus erhalten außerdem die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die TU Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Konstanz, die Eberhard Karls Universität Tübingen, die Ludwig-Maximilians-Universität München sowie die dortige TU.

AFP