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Saudi-Arabien kündigt Geberkonferenz für den Jemen für 2. Juni an

Mann mit Hilfsgütern im jemenitischen Taes
Mann mit Hilfsgütern im jemenitischen Taes
© © 2020 AFP
Das am Krieg im Jemen beteiligte Saudi-Arabien hat für Anfang Juni eine Geberkonferenz für das Krisenland angekündigt. Saudi-Arabien werde die Online-Konferenz am 2.

Das am Krieg im Jemen beteiligte Saudi-Arabien hat für Anfang Juni eine Geberkonferenz für das Krisenland angekündigt. Saudi-Arabien werde die Online-Konferenz am 2. Juni gemeinsam mit den Vereinten Nationen ausrichten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur SPA am Sonntag. Der Jemen ist das ärmste Land der arabischen Welt. Hunger und Seuchen sind dort weit verbreitet, außerdem wird das Land nun auch noch vom neuartigen Coronavirus bedroht.

Welche Summe bei der Geberkonferenz für den Jemen zusammenkommen soll, wurde nicht mitgeteilt. Saudi-Arabien zählt sich zu den größten Geberländern.

Seit 2015 ist das Königreich an einem militärischen Konflikt im Jemen beteiligt. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

Am Dienstag hatten die Huthi-Rebellen den ersten Corona-Toten in der von ihnen kontrollierten Hauptstadt Sanaa gemeldet. Landesweit wurden bislang 22 Infektions- und vier Todesfälle bestätigt, allerdings verfügt das Land kaum über Testkapazitäten. Hilfsorganisation warnen, dass eine Corona-Epidemie in dem durch den jahrelangen Bürgerkrieg geschwächten Land verheerende Folgen hätte.

Im Bürgerkrieg im Jemen starben bereits zehntausende Menschen, zumeist Zivilisten. Nach UN-Angaben sind rund 24 Millionen Jemeniten, also mehr als zwei Drittel der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angeweisen. Die Vereinten Nationen sprechen von der schlimmsten humanitären Krise weltweit.

AFP

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