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Save the Children fordert mehr Schutz für Kinder in bewaffneten Konflikten

Die Chefin Kinderhilfsorganisation Save the Children International, Helle Thorning-Schmidt, hat die internationale Gemeinschaft zu mehr Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten aufgefordert.

Thorning-Schmidt auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Thorning-Schmidt auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Die Chefin Kinderhilfsorganisation Save the Children International, Helle Thorning-Schmidt, hat die internationale Gemeinschaft zu mehr Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten aufgefordert. Die Zahl der Kinder, die in Konflikten leiden, habe sich "seit 2010 verdreifacht", sagte die ehemalige dänische Ministerpräsidentin am Sonntag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Es ist die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, diese Kinder zu schützen."

Ein Fünftel der Kinder weltweit leben nach einem Bericht der Kinderhilfsorganisation in Konfliktzonen, das sind 420 Millionen Kinder, wie Thorning-Schmidt sagte. "Diese Zahl steigt und steigt." Allein 140 Millionen von ihnen lebten in "intensivsten Konfliktzonen". Diese Kinder litten am meisten von allen Betroffenen in diesen Gebiete. "Wir haben noch nie so viele Kinder in Kriegszonen erlebt wie heute und noch nie so viele Kinder gesehen, die leiden in den Konfliktzonen."

Der Wandel der Kriegsführung "macht im Jahr 2019 jeden Krieg zum Krieg gegen Kinder", sagte Thorning-Schmidt. Sie verwies darauf, dass der Krieg "urbaner" geworden sei. Das bedeute, dass Kinder meist an "vorderster Front" betroffen seien. Es sei immer häufiger der Fall, dass Krankenhäuser und Schulen gezielt attackiert würden. Zudem dauerten Konflikte immer länger, wie am Beispiel des syrischen Bürgerkriegs zu sehen sei.

Schließlich komme hinzu, dass Täter nicht zur Verantwortung gezogen würden. "Wir leben in einer Ära der Straflosigkeit", sagte die Chefin von Save the Children.

AFP