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Seehofer bittet Österreich um Entschärfung der Reisewarnung für NRW

Innenminister Nehammer und Seehofer
Innenminister Nehammer und Seehofer
© © 2020 AFP
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Entscheidung der österreichischen Regierung kritisiert, wegen des Corona-Ausbruchs eine partielle Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen auszusprechen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Entscheidung der österreichischen Regierung kritisiert, wegen des Corona-Ausbruchs eine partielle Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen auszusprechen. Bei einem Treffen in Berlin bat Seehofer am Mittwoch seinen österreichischen Kollegen Karl Nehammer, die Entscheidung zu überdenken. Er schlug vor, solche Reisewarnungen nicht pauschal für ganze Bundesländer auszusprechen, sondern auf "regionale Hotspots" zu beschränken.

Die österreichische Regierung hatte die Reisewarnung mit dem Coronavirus-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies begründet. Die Warnung bedeutet laut Regierung in Wien, dass vor Reisen nach NRW gewarnt werde und Österreicher, die sich bereits dort befinden, Kontakt zu ihrer Botschaft aufnehmen sollten. Zudem werde es vorerst keine direkten Flüge zwischen Österreich und Nordrhein-Westfalen geben.

Seehofer bat seinen Kollegen Nehammer bei dem Treffen in Berlin, seine Bitte an Bundeskanzler Sebastian Kurz weiterzugeben, "ob man Reisewarnungen so lokalisieren kann, dass man sie auf die Hotspots konzentriert". Nehammer sagte, mit der Reisewarnung habe seine Regierung auf die "dramatischen Ereignisse" um den Fleischbetrieb Tönnies reagiert. Er äußerte Vertrauen in die deutschen Behörden. Diese "unternehmen nun alles, damit man rechtzeitig und schnell die Infektionsketten durchbricht".

AFP

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