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Seoul: Nordkorea zieht sich aus Verbindungsbüro mit dem Süden zurück

Wenige Wochen nach dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen Nordkorea und den USA hat Pjöngjang nach Angaben aus Seoul seine Mitarbeiter aus einem gemeinsamen Verbindungsbüro mit Südkorea

Süd- und Nordkorea hatten Verbindungsbüro im September eröffnet

Süd- und Nordkorea hatten Verbindungsbüro im September eröffnet

Wenige Wochen nach dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen Nordkorea und den USA hat Pjöngjang nach Angaben aus Seoul seine Mitarbeiter aus einem gemeinsamen Verbindungsbüro mit Südkorea abgezogen. Pjöngjang habe "den Süden informiert, dass sie sich aus dem Verbindungsbüro zurückziehen", sagte der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Chun Hae Sung am Freitag vor Journalisten.

Die Entscheidung sei "im Einklang mit einer Anweisung von höherer Stelle" getroffen worden, sagte Chun. "Sie sagten, es sei ihnen egal, ob wir im Verbindungsbüro bleiben oder nicht." Südkorea bedaure die Entscheidung des Nordens und werde die eigene Arbeit in dem Verbindungsbüro fortsetzen.

Im Zuge ihrer Annäherung hatten Nord- und Südkorea das gemeinsame Büro im nordkoreanischen Kaesong im September eröffnet. Nach Angaben des südkoreanischen Wiedervereinigungsministeriums sollte es den grenzüberschreitenden Austausch verbessern.

Nord- und Südkorea hatten sich im vergangenen Jahr angenähert; der südkoreanische Präsident Moon Jae In hatte zudem großen Einfluss dabei, den Gesprächsprozess zwischen seinem Verbündeten USA und dem atomar bewaffneten und mit schweren Sanktionen belegten Nordkorea in Gang zu bringen. Bei dem Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Februar war aber erneut keine Einigung über Schritte zur atomaren Abrüstung Nordkoreas erzielt worden.

AFP

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