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Seoul: Schusswechsel an Grenze zwischen Nord- und Südkorea

An der Grenze zwischen Nord- und Südkorea hat sich nach Angaben des südkoreanischen Militärs am Sonntagmorgen ein Schusswechsel ereignet.

Soldaten in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea

Soldaten in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea

An der Grenze zwischen Nord- und Südkorea hat sich nach Angaben des südkoreanischen Militärs am Sonntagmorgen ein Schusswechsel ereignet. Die Schüsse aus Nordkorea hätten einen südkoreanischen Wachposten in der entmilitarisierten Zone getroffen, erklärte der Generalstab in Seoul. Die südkoreanische Armee schoss demnach zurück. Opfer gab es den Angaben zufolge auf südkoreanischer Seite nicht.

Die südkoreanische Armee habe auf den Beschuss mit zwei Gewehrsalven und einer formalen Warnung gemäß der beiderseitigen Vereinbarungen reagiert, erklärte der Generalstab. Die südkoreanische Militärführung hat nach eigenen Angaben über eine militärische Hotline Kontakt zum nordkoreanischen Militär aufgenommen, um den Grund für den Zwischenfall zu klären.

Süd- und Nordkorea befinden sich bis heute formal im Kriegszustand, weil nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde. Seitdem trennt die entmilitarisierte Zone die beiden Teile der koreanischen Halbinsel. Der Grenzstreifen ist vier Kilometer breit und 250 Kilometer lang.

Innerhalb des Gebiets sind Patrouillen erlaubt, dabei dürfen die Soldaten aber nicht die Demarkationslinie, also die Grenze zwischen beiden Ländern, überschreiten. Die unmittelbar an die entmilitarisierte Zone angrenzenden Gebiete zählen zu den am strengsten bewachten Gebieten weltweit.

Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten im September 2018 bei einem Gipfeltreffen in Pjöngjang ein Abkommen unterzeichnet, mit dem die militärischen Spannungen an der Grenze abgebaut werden sollten. Die meisten Vereinbarungen wurden von Nordkorea aber nicht umgesetzt. Pjöngjang hat die Verbindungen zu Seoul weitgehend gekappt.

Kim hatte sich nach einer dreiwöchigen Abwesenheit und Gerüchten über eine angebliche schwere Erkrankung laut Berichten nordkoreanischer Staatsmedien am Freitag bei der Einweihung einer Düngemittelfabrik in der Stadt Sunchon erstmals wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Nordkoreas Machthaber war nun wieder lachend und augenscheinlich gesund auf offiziellen Fotos zu sehen.

AFP
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