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Sieben Zivilisten bei russischen Luftangriffen im Nordwesten Syriens getötet

Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten am Montag mindestens sieben Zivilisten getötet worden.

Ein Junge auf den Trümmern seines Hauses in Kfar Taal

Ein Junge auf den Trümmern seines Hauses in Kfar Taal

Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten am Montag mindestens sieben Zivilisten getötet worden. Unter den Toten seien fünf Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Demnach hatte russische Kampfflugzeuge mehrere Dörfer im Westen der Provinz Aleppo bombardiert. Drei Mädchen seien im Dorf Kfar Taal getötet worden, zwei Kinder und zwei Erwachsene in anderen Dörfern.

Aleppo grenzt an die letzte syrische Rebellenhochburg Idlib an. Dort sollte vor gut eineinhalb Wochen eigentlich eine Waffenruhe in Kraft treten, auf die sich Russland und die Türkei geeinigt hatten. Moskau unterstützt im Syrien-Konflikt die Regierungstruppen, Ankara unterstützt die gegen die Regierung kämpfenden Rebellen.

Trotz der vereinbarten Waffenruhe hatten die Regierungstruppen in der vergangenen Woche eine Offensive fortgesetzt und waren bis auf wenige Kilometer auf eine strategisch wichtige Stadt im Süden von Idlib vorgerückt.

Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von dem früheren Al-Kaida-Ableger HTS und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Angesichts des Vormarsches der Regierungstruppen sind in Idlib hunderttausende Menschen auf der Flucht.

AFP
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