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Siemens skeptisch über grünes Licht aus Brüssel für Bahnspartenfusion mit Alstom

Der Technologiekonzern Siemens zweifelt an den Erfolgschancen, die Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission bei der geplanten Fusion der Bahnsparte mit Alstom noch ausräumen zu können.

TGV und ICE in Kehl

TGV und ICE in Kehl

Der Technologiekonzern Siemens zweifelt an den Erfolgschancen, die Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission bei der geplanten Fusion der Bahnsparte mit Alstom noch ausräumen zu können. Weitere Zugeständnisse an Brüssel werde es nicht geben, verlautete am Donnerstag aus Konzernkreisen. Nun werde abgewartet, wie die Entscheidung ausfalle.

Die beiden Konzerne hatten vor über einem Jahr vereinbart, ihre Eisenbahntechnik zu einem Unternehmen zusammenzulegen. Die Bundesregierung und die französische Regierung unterstützen diesen "Airbus der Schiene". Die Unternehmen meldeten das Vorhaben im Juni bei der EU-Wettbewerbskommission an, die nun am 18. Februar entscheiden soll.

Siemens und Alstom begründen ihre Fusionspläne vor allem mit der wachsenden Konkurrenz aus China. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte dazu Ende Oktober allerdings gesagt, die wachsende Konkurrenz chinesischer Anbieter sei zwar ein valides Argument - der europäische Markt funktioniere aber anders. Vergangene Woche sagte sie, "man kann keine europäischen Champions schaffen mit Fusionen, die dem Wettbewerb schaden".

Siemens hatte der Kommission angeboten, bestimmte Bereiche aus der Signaltechnik abzugeben. Beide Konzerne bauen zudem Hochgeschwindigkeitszüge. Beim Velaro - in Deutschland als ICE 3 in Betrieb - ist Siemens zu Zugeständnissen bereit, bei der Plattform Velaro Novo sieht der Konzern allerdings eine rote Linie. Wenn es dort die Forderung nach einer Lizensierung der Technik für zehn Jahre in Europa gebe, sei dies "eine Mauer, die ist so hoch, da kommen wir nicht drüber", hieß es aus Konzernkreisen.

AFP

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