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Söder will auf Parteitag "weitere Etappe" zu alter Stärke der CSU gehen

CSU-Chef Markus Söder will auf dem Parteitag der Christsozialen, der am Freitagnachmittag begann, eine "weitere Etappe" auf dem Weg seiner Partei zur alten Stärke gehen.

CSU-Chef Markus Söder

CSU-Chef Markus Söder

CSU-Chef Markus Söder will auf dem Parteitag der Christsozialen, der am Freitagnachmittag begann, eine "weitere Etappe" auf dem Weg seiner Partei zur alten Stärke gehen. Wer ein Jahr zurückdenke, könne feststellen, dass die CSU bereits einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht habe, sagte Söder vor Beginn des zweitägigen Delegiertentreffens in München vor Journalisten.

Für seine am späteren Nachmittag geplante Wiederwahl als CSU-Chef erhoffe er sich ein "gutes Ergebnis", sagte Söder. Auf eine konkrete Prozentangabe wollte er sich nicht festlegen, CSU-intern gelten Ergebnisse ab 90 Prozent Zustimmung als gut.

Wie Söder weiter sagte, sieht er derzeit das "Hauptdilemma" der Bundespolitik in der Situation der SPD. Bei deren Suche nach einer neuen Parteispitze laufe es darauf hinaus, dass es am Ende entweder ein Signal für eine kraftvolle zweite Hälfte der Legislaturperiode der großen Koalition geben könne. Oder aber es kämen schwierige Zeiten auf die Koalition zu, sagte Söder angesichts der bei mehreren Vorsitzkandidaten vorhandenen Ablehnung der GroKo.

Söder bezeichnete die Grünen aktuell als "Hauptkonkurrent" der Union. Wenn es etwa vor einer Bundestagswahl zu einem Fernsehduell komme, werde es für einen Unionsbewerber wohl auf ein Duell mit einem Vertreter der Grünen hinauslaufen. Eine mögliche Koalition mit den Grünen wollte Söder dabei nicht ausschließen - "was nach einer Wahl kommt, weiß keiner". Derzeit seien sie aber Wettbewerber, kein Partner.

CSU-intern wirbt der Europaparlamentarier und stellvertretende Parteichef Manfred Weber am stärksten für ein künftiges Bündnis mit den Grünen. Dafür gibt es an Weber aber auch Kritik aus den eigenen Reihen.

AFP
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