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Soldaten in Uniform sollen künftig kostenlos Bahn fahren dürfen

Soldaten in Uniform sollen künftig kostenlos in ganz Deutschland mit der Bahn fahren dürfen.

Künftig kostenlos im Zug: Soldaten in Uniform

Künftig kostenlos im Zug: Soldaten in Uniform

Soldaten in Uniform sollen künftig kostenlos in ganz Deutschland mit der Bahn fahren dürfen. Das Gratis-Angebot gelte für Dienst- und für Privatreisen im Nah- und im Fernverkehr, erfuhr AFP am Freitag aus Koalitionskreisen. Das Angebot solle der "Wertschätzung für die besondere Arbeit der Soldaten" Ausdruck verleihen, hieß es. Kostenlos sollen die Bahnfahrten aber nur dann sein, wenn die Soldaten Uniform trügen und damit ihre Zugehörigkeit zur Bundeswehr zum Ausdruck brächten.

Die Verhandlungen zwischen Bahn und Regierung über die Freifahrten waren zuletzt ins Stocken gekommen, nun habe es eine Grundsatzeinigung auf Ebene hoher Mitarbeiter gegeben. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und Vertreter der Deutschen Bahn sollten die Einigung voraussichtlich noch am Wochenende auf Spitzenebene absegnen, hieß es aus der Koalition.

Das Vorhaben wurde seit längerem von den CSU-Politikern Dobrindt und Scheuer betrieben. Die CSU-Landesgruppe fasste bereits im Januar auf ihrer Klausurtagung im Kloster Seeon einen entsprechenden Beschluss.

Kramp-Karrenbauer griff die Forderung nach ihrem Amtsantritt als Verteidigungsministerin auf und forderte die Bahn vor wenigen Tagen auf, ihren Widerstand gegen die Freifahrten aufzugeben. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützte das Vorhaben.

Nach Informationen des "Spiegel" vom vorangegangenen Wochenende brachte die Bahn zunächst mehrere Einwände vor: Sie argumentierte, dass für die Freifahrten ein eigenes Buchungssystem programmiert werden müsse und dass hohe Kosten anfielen. Nach Informationen der "Bild" vom Freitag sieht die nun gefundene Einigung vor, dass die Bundeswehr pauschal jährlich rund vier Millionen Euro an die Bahn bezahlen soll.

AFP