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Spanien, Frankreich und Belgien lockern ab Montag strikte Corona-Ausgangssperren

Frankreich, Spanien und Belgien lockern am Montag ihre Ausgangssperren
Frankreich, Spanien und Belgien lockern am Montag ihre Ausgangssperren
© © 2020 AFP
Mehrere der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas lockern ab Montag ihre strikten Ausgangssperren: Frankreich, Spanien und Belgien wollen wegen sinkender Infektions- und

Mehrere der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas lockern ab Montag ihre strikten Ausgangssperren: Frankreich, Spanien und Belgien wollen wegen sinkender Infektions- und Todeszahlen nach fast zwei Monaten einen Schritt in Richtung Normalität wagen. Weltweit wurden inzwischen über vier Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Mehr als 279.000 Menschen starben nach Zählungen der Nachrichtenagentur AFP bislang an der Lungenkrankheit Covid-19. Derweil meldete China erstmals nach mehr als einem Monat einen neuen Infektionsfall in der Millionenmetropole Wuhan.

Rund 400.000 Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen öffnen nach Angaben der französischen Regierung am Montag wieder. Dazu zählen Friseure, Kleidergeschäfte, Blumen- und Buchläden. Cafés und Restaurants müssen vorerst geschlossen bleiben, wie auch Theater, Kinos, Konzertsäle und Sportstätten.

Für den Großraum Paris und das Grenzgebiet zu Deutschland gelten allerdings strengere Regelungen als im Rest des Landes, wo die Menschen das Haus erstmals wieder ohne Auflagen verlassen dürfen. Auch rund eine Million Kinder und Jugendliche können ab Montag wieder zum Unterricht.

Am Samstag war die Zahl der täglichen Todesfälle in Frankreich auf den niedrigsten Stand seit etwa einem Monat gesunken. Binnen 24 Stunden starben 80 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Trotz der Fortschritte warnten die Behörden davor, dass "die Epidemie aktiv bleibt und sich weiterentwickelt". Deshalb müssen die Abstandregelungen auch bei der Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen aufrechterhalten werden.

In Spanien darf rund die Hälfte der Bevölkerung ab Montag in einer ersten Phase der Lockerung unter strikten Abstandsvorkehrungen wieder auf die Straße. Restaurants sollen für beschränkten Betrieb im Freien öffnen dürfen. Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle werden die Ausgangssperren in den besonders betroffenen Regionen Madrid und Barcelona noch nicht aufgehoben.

Auch das stark von der Pandemie betroffene Belgien lockert am Montag einige Beschränkungen und öffnet seine Geschäfte wieder. Restaurants, Bars und Cafés bleiben jedoch weiterhin geschlossen.

Derweil meldeten die chinesischen Behörden in Wuhan - dem Ursprungsort des Virus - den ersten Fall einer Corona-Infektion seit mehr als einem Monat. Bei dem Infizierten handele es sich um einen 89-jährigen Mann in dem Bezirk Dongxihu im Nordwesten der Stadt, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit.

Und auch Südkorea erlebt einen Rückschlag im Kampf gegen das Virus: Die Behörden in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul schlossen am Samstag bis auf Weiteres alle Bars und Clubs. Die Stadtverwaltung reagierte damit auf den Fall eines Mannes, der nach seinem Besuch im Ausgehviertel Itaewon positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden war. Mehr als zwei Dutzend Corona-Fälle seien auf den 29-Jährigen zurückzuführen.

In Russland stieg die Zahl der offiziell registrierten Corona-Infektionsfälle auf über 200.000. Die Behörden meldeten am Sonntag 11.012 positive Test binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle blieb mit 1915 relativ niedrig. Nach Angaben der russischen Behörden sind die gestiegenen Zahlen auf mehr Tests zurückzuführen und nicht auf eine beschleunigte Ausbreitung des Virus. Einige Experten bezweifeln jedoch die Zahlen aus Russland.

In Brasilien überschritt die Zahl der Corona-Todesopfer die Schwelle von 10.000. Innerhalb eines Tages seien 730 weitere mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Insgesamt wurden nach Angaben der Behörden fast 156.000 Infektionen verzeichnet. Experten vermuten, dass die Zahl der Infizierten in Brasilien bis zu 20 Mal höher liegen könnte.

AFP

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