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SPD-Spitzenkandidat Sieling schließt Koalitionen mit CDU und FDP in Bremen aus

Bremens SPD-Spitzenkandidat Carsten Sieling hat unmittelbar der Bürgerschaftswahl am Sonntag Koalitionen mit CDU und FDP ausgeschlossen.

Carsten Sieling

Carsten Sieling

Bremens SPD-Spitzenkandidat Carsten Sieling hat unmittelbar der Bürgerschaftswahl am Sonntag Koalitionen mit CDU und FDP ausgeschlossen. Bremen stehe vor einer "Richtungswahl", sagte Sieling am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Seine erste "Koalitionspräferenz" sei daher Rot-Grün, die zweite dann Rot-Rot-Grün.

In den Umfragen liefern sich SPD und CDU im kleinsten Bundesland ein enges Rennen um den Platz der stärksten Partei, zuletzt lag die CDU dabei leicht vorn. Seit 2015 regiert Sieling als Bürgermeister an der Spitze eines rot-grünen Senats. Die SPD regiert seit 73 Jahren.

Die Koalitionsbildung könnte den Umfragen zufolge schwierig werden. Mehrheiten gibt es demnach rechnerisch für eine große Koalition aus SPD und CDU sowie Dreierbündnisse einer der beiden mit anderen Parteien. Für eine Fortsetzung von Rot-Grün reicht es demnach nicht.

Die CDU favorisiert ein Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP, schließt aber auch eine große Koalition bislang nicht aus. Die Grünen legen sich ausdrücklich nicht fest und halten sich Gespräche mit allen "demokratischen Parteien" nach der Wahl offen, wie Spitzenkandidatin Maike Schaefer am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" betonte.

Der Wahlkampf habe gezeigt, dass die CDU "ein anderes Bremen" wolle, sagte Sieling. Er verwies auf den Bereich der Wohnungsbaupolitik und unterschiedliche Vorstellungen bei der Nutzung eines Hafenareals. Er wolle ein Bündnis in der "Mitte und links der Mitte" suchen, ergänzte der Spitzenkandidat. Rot-Rot-Grün sei auch kein Paradigmenwechsel für seine Partei. In Berlin regiere eine solche Koalition bereits erfolgreich.

AFP

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