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SPD verliert angesichts von Kühnert-Debatte an Zustimmung

Die von Juso-Chef Kevin Kühnert angestoßene Enteignungsdebatte schadet der SPD offenbar: Im aktuellen "RTL-n-tv-Trendbarometer" verlieren die Sozialdemokraten zwei Prozentpunkte gegenüber der

SPD-Chefin Nahles und Juso-Chef Kühnert

SPD-Chefin Nahles und Juso-Chef Kühnert

Die von Juso-Chef Kevin Kühnert angestoßene Enteignungsdebatte schadet der SPD offenbar: Im aktuellen "RTL-n-tv-Trendbarometer" verlieren die Sozialdemokraten zwei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche und kommen nur noch auf 15 Punkte. Die Unionsparteien können sich um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent verbessern, wie aus der am Montag veröffentlichten Erhebung hervorgeht.

Die Werte aller übrigen Parteien bleiben unverändert. Damit hätten Union und Grüne (derzeit bei 20 Prozent) mit zusammen 49 Prozent eine sichere Regierungsmehrheit. Die AfD käme auf 13 Prozent, die FDP auf acht, die Linke auf neun Prozent.

Auch die Parteispitze der SPD büßt an Sympathien ein. Bei der "Kanzlerfrage" verlieren Parteichefin Andrea Nahles und ihr Vize Olaf Scholz jeweils zwei Prozentpunkte. Dagegen verbessert CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ihren Wert: Wenn Bundeskanzlerin oder Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden laut dem Meinungsforschungsunternehmen Forsa elf Prozent für Nahles und 31 Prozent für "AKK" stimmen. Wäre Scholz der SPD-Kandidat, erhielte er 21, Kramp-Karrenbauer 27 Prozent.

Bei der Frage nach den Spitzenkandidaten der Parteien für die Europawahl am 26. Mai müssen die meisten passen: Nur 28 Prozent der Befragten können den Unionskandidaten Manfred Weber, 25 Prozent die SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley nennen. Jeweils elf Prozent wissen, dass Ska Keller für die Grünen und Nicola Beer für die FDP antreten. Zehn Prozent wissen, dass Jörg Meuthen Spitzenkandidat der AfD ist.

Für die Daten zur Partei- und Kanzlerpräferenz befragte das Meinungsforschungsunternehmen Forsa zwischen dem 29. April und dem 3. Mai 2002 Wahlberechtigte. Zur Europawahl wurden vom 18. bis zum 24. April 2009 Bürger befragt. Die statistische Fehlertoleranz wurde mit plus/minus 2,5 Prozentpunkten angegeben.

AFP