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Spitze der Thüringer Linken soll mit allen Parteien außer AfD sprechen

Nach der Landtagswahl in Thüringen hat die Linke den anderen Parteien offiziell Gespräche angeboten.

Ministerpräsident Ramelow und Thüringens Linkenchefin Hennig-Wellsow

Ministerpräsident Ramelow und Thüringens Linkenchefin Hennig-Wellsow

Nach der Landtagswahl in Thüringen hat die Linke den anderen Parteien offiziell Gespräche angeboten. Der geschäftsführende Landesvorstand wurde am Montagabend beauftragt, mit allen im Landtag vertretenen Parteien außer der AfD Gespräche aufzunehmen, "um die Möglichkeit für eine stabile Regierung in Thüringen auszuloten", teilte die Linke in Erfurt mit.

Zunächst will die Partei mit ihren bisherigen Koalitionspartnern SPD und Grüne sprechen, um das gemeinsame Vorgehen abzustimmen. Thüringens Linkenchefin Susanne Hennig-Wellsow erklärte, die Wähler hätten der Linken und ihrem Ministerpräsidenten Bodo Ramelow einen klaren Regierungsauftrag gegeben. "Mit der Entscheidung des Landesvorstandes wurde der Weg für eine weitere Regierung mit einem Ministerpräsidenten Bodo Ramelow unter Führung der Linken frei gemacht", erklärte sie.

Bei der Wahl am Sonntag war die Linkspartei mit 31 Prozent klar stärkste Kraft geworden. Das bisherige rot-rot-grüne Regierungsbündnis verlor wegen schwacher Ergebnisse der SPD und der Grünen jedoch seine Mehrheit. Die Regierungsbildung ist schwierig, weil CDU und FDP bislang ein Bündnis mit der Linken ausschließen. Ebenso lehnen alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ab, die auf den zweiten Platz kam - noch vor der CDU.

AFP
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