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Staatsmedien: Etwa hundert Syrer nach "Giftgas"-Angriff in Behandlung

Rund hundert Syrer sind am Wochenende nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana nach einem "Giftgas"-Angriff mit Atemnot in Krankenhäuser gebracht worden.

Eine Frau in Aleppo wird wegen Atemnot behandelt

Eine Frau in Aleppo wird wegen Atemnot behandelt

Rund hundert Syrer sind am Wochenende nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana nach einem "Giftgas"-Angriff mit Atemnot in Krankenhäuser gebracht worden. Sana meldete "107 Fälle von Atembeschwerden" nach einem angeblichen Rebellenangriff auf die Stadt Aleppo am Samstag. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, 94 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Sie seien aber mit Ausnahme von 31 Fällen wieder entlassen worden, die verbliebenen Menschen befinden sich demnach nicht in Lebensgefahr.

Ein AFP-Fotograf berichtete von dutzenden Zivilisten mit Atemschwierigkeiten in einem Krankenhaus in Aleppo. Hauptsächlich habe es sich um Frauen und Kinder gehandelt, die mit Sauerstoffmasken versorgt worden seien.

"Terroristische Gruppen haben die Wohnviertel der Stadt mit Giftgas-Raketen ins Visier genommen", zitierte Sana den Polizeichef von Aleppo, Essam al-Tschili. Es habe sich dabei wahrscheinlich um Chlorgas gehandelt, meldeten die Staatsmedien unter Berufung auf die Regierung. Die Nationale Befreiungsfront, wichtigstes Rebellenbündnis in den Provinzen Aleppo und Idlib, wies die Anschuldigungen in einer Stellungnahme vehement zurück.

AFP