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Steinmeier warnt vor Leichtsinn in der Corona-Pandemie

Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier
© © 2020 AFP
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland angesichts steigender Infektionszahlen davor gewarnt, in der Corona-Pandemie leichtsinnig zu werden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland angesichts steigender Infektionszahlen davor gewarnt, in der Corona-Pandemie leichtsinnig zu werden. "Die Verantwortungslosigkeit einiger weniger ist ein Risiko für uns alle", sagte Steinmeier in einer am Montag veröffentlichten Videobotschaft. "Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler." Das gelte auch für Gesellschaft, Wirtschaft und Kulturleben.

Jeder stehe in der Verantwortung, einen zweiten Lockdown zu verhindern, sagte Steinmeier weiter. "Der Weg zur Normalität, die wir uns doch alle wünschen, geht nicht über Leichtsinn, Sorglosigkeit und Ignoranz." Normalität sei nur zu erreichen, "wenn wir die Zeit bis zur Verfügbarkeit wirksamer Medikamente überbrücken mit Disziplin und Vernunft".

Am Wochenende hatten die Teilnehmer einer Demonstration von Corona-Leugnern und anderen Gruppen in Berlin bewusst auf Mindestabstand und Mundschutz verzichtet und damit breite Empörung ausgelöst. Inzwischen sind Forderungen nach einer härteren Gangart gegenüber Masken-Verweigerern laut geworden.

Steinmeier appellierte an die Urlauber, weiterhin keine unnötigen Risiken einzugehen. Die Heimkehrer sollten die Möglichkeit nutzen, sich testen zu lassen. Rückkehrer haben seit Samstag die Möglichkeit, innerhalb von 72 Stunden kostenlos einen Corona-Test machen zu lassen. In Kürze soll auch die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigte Testpflicht für Rückreisende aus Risikogebieten greifen.

Er sei froh, in einem Land zu leben, "in dem sich so viele Menschen von Vernunft, Verantwortungsgefühl und Solidarität leiten lassen", sagte Steinmeier. Doch der Zwischenerfolg dürfe nicht zu Leichtsinn führen. "Denn wir sehen in diesen Tagen doch, wie unsicher und wackelig die Lage weiterhin ist." Die Pandemie sei nicht vorbei, "wir sind vielmehr mittendrin."

AFP

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