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Stichwahl um Präsidentenamt in Sierra Leone

Der künftige Präsident im westafrikanischen Sierra Leone wird Ende März in einer Stichwahl zwischen den Kandidaten der beiden größten Parteien bestimmt.

Stimmauszählung in Sierra Leone

Stimmauszählung in Sierra Leone

Der künftige Präsident im westafrikanischen wird Ende März in einer Stichwahl zwischen den Kandidaten der beiden größten Parteien bestimmt. In der ersten Wahlrunde landete Oppositionsführer Julius Maada Bio knapp vor Ex-Außenminister Samura Kamara, wie die Wahlkommission am Dienstag mitteilte. Bio holte bei der Wahl am 7. März demnach 43,3 Prozent der Stimmen, während Kamara auf 42,7 Prozent kam. Die Stichwahl ist für den 27. März angesetzt.

Kamaras All People's Congress (APC) und die oppositionelle Sierra Leone People's Party (SLPP) beherrschen seit Jahrzehnten das politische Leben in dem Land. Der seit einem Jahrzehnt amtierende Präsident Ernest Koroma (APC) durfte gemäß der Verfassung nicht erneut antreten.

Die Wahlen gelten als Test für die demokratische Konsolidierung Sierra Leones, wo in den Jahren 1991 bis 2002 ein Bürgerkrieg mit 120.000 Toten wütete. Sierra Leone ist trotz seiner Bodenschätze eines der ärmsten Länder der Welt, leidet unter Inflation, wachsenden Staatsschulden und einer anhaltend hohen Jugendarbeitslosigkeit. Zwischen 2014 und 2016 wütete zudem eine Ebola-Epidemie, der etwa 4000 Menschen zum Opfer fielen.

AFP

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