VG-Wort Pixel

Streikende Lkw-Fahrer behindern Verkehr in Frankreich zusätzlich

Überfüllter Bahnhof in Paris
Überfüllter Bahnhof in Paris
© © 2019 AFP
Die Streiks in Frankreich haben sich ausgeweitet: Am Montag folgten erstmals auch Lkw-Fahrer einem Aufruf der Gewerkschaften.

Die Streiks in Frankreich haben sich ausgeweitet: Am Montag folgten erstmals auch Lkw-Fahrer einem Aufruf der Gewerkschaften. Mit "Schneckentempo"-Aktionen sorgten sie auf Nationalstraßen und Autobahnen rund um Städte wie Straßburg, Lyon und Toulouse für Verkehrsbehinderungen. Die Lkw-Fahrer und andere Mitarbeiter der Logistikbranche wollen damit höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen erreichen.

Bei Marseille und Lens blockierten Arbeiter die Zugänge zu Logistikzentren. Die Lkw-Fahrer wollten zudem französische Mautstellen lahmlegen. Auch im Großraum Paris kam es zu Blockaden. In der französischen Hauptstadt war im Laufe des Tages eine Kundgebung der Mitarbeiter des Transportgewerbes geplant.

Die Aktionen der Lkw-Fahrer verschärften noch die Situation für viele Pendler, die den zwölften Tag in Folge mit Streiks bei der Bahn und im Pariser Nahverkehr konfrontiert sind. Rund um Paris bildeten sich zwischenzeitlich Staus von zusammengerechnet fast 630 Kilometern Länge. Landesweit verkehrten viele Züge nicht, auch die meisten Metros in Paris standen erneut still.

Für Dienstag haben die Gewerkschaften zu landesweiten Kundgebungen gegen die Rentenreform-Pläne der Regierung aufgerufen. Die Regierung appellierte erneut an die Streikenden, auf Aktionen über die Weihnachtstage zu verzichten. Eine Annäherung ist jedoch bisher nicht in Sicht. Nach den Plänen der Regierung sollen die Franzosen künftig erst mit 64 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen statt bisher mit 62.

AFP

Mehr zum Thema


Das könnte sie auch interessieren


Wissenscommunity


Newsticker