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Streiks von UFO bei Lufthansa vorerst abgewendet

Bei der Lufthansa sind Streiks des Kabinenpersonals vorerst abgewendet.

Leerer Eurowings-Schalter während des Streiks im Dezember

Leerer Eurowings-Schalter während des Streiks im Dezember

Bei der Lufthansa sind Streiks des Kabinenpersonals vorerst abgewendet. Der Konzern und die Flugbegleitergewerkschaft UFO einigten sich auf eine umfassende Schlichtung zu offenen Tarifthemen, wie sie am Freitag mitteilten. Damit gilt eine Friedenspflicht.

Beide Seiten streiten seit Monaten über Tarifverträge nicht nur bei der Kernmarke, sondern auch bei mehreren Tochter-Airlines der Lufthansa. Die Flugbegleiter hatten dreimal gestreikt, zuletzt bei der Tochter Germanwings.

Hinter dem Arbeitskampf steht ein erbitterter Streit zwischen der Flugbegleitergewerkschaft und der Lufthansa: Der Konzern zweifelt die Vertretungsbefugnis von UFO für das Kabinenpersonal an und sieht die "Gewerkschaftseigenschaft" ungeklärt. Das Vertrauensverhältnis ist tief gestört.

Beide Seiten einigten sich den Angaben vom Freitag zufolge nun auf einen mehrgliedrigen Prozess zur Lösung des Konfliktes. Er sehe die Trennung von tariflichen und nicht tariflichen Themen vor. In einer Mediation sollen demnach "Fragen des Miteinanders" besprochen werden. In der Schlichtung geht es demnach um die Tarifforderungen der UFO und weitere Tarifthemen. In einem außergerichtlichen Güteverfahren soll es um "materielle" und "juristische" Themen beider Parteien sowie einzelner Funktionäre gehen.

AFP
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