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Sudans gestürzter Präsident Baschir in Gefängnis in Khartum gebracht

Sudans gestürzter Präsident Omar al-Baschir ist in ein Gefängnis in der Hauptstadt Khartum verlegt worden.

Ex-Präsident Baschir (M.) Mitte März in Khartum

Ex-Präsident Baschir (M.) Mitte März in Khartum

Sudans gestürzter Präsident Omar al-Baschir ist in ein Gefängnis in der Hauptstadt Khartum verlegt worden. Ein Familienmitglied des langjährigen Präsidenten sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP, Baschir sei in der Nacht in die Haftanstalt Kober im Norden Khartums gebracht worden. Bisher war der 75-Jährige vom Militär an einem unbekannten Ort festgehalten worden.

Der seit drei Jahrzehnten autoritär herrschende Baschir war am Donnerstag vergangener Woche nach monatelangen Massenprotesten vom Militär gestürzt und festgenommen worden. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren wurde ein Militärrat eingesetzt. Die Proteste in Khartum dauern aber an. Die Anführer der Protestbewegung fordern die rasche Einsetzung einer Zivilregierung.

Die Demonstranten verlangen, dass Baschir vor Gericht gestellt wird. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert dagegen eine Auslieferung Baschirs an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag, der schon vor Jahren einen Haftbefehl gegen Baschir wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermordes in Darfur erlassen hatte. Der Militärrat will darüber aber nicht entscheiden und die Entscheidung einer gewählten Zivilregierung überlassen.

AFP
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