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Syrische Kurden demonstrieren zum Jahrestag der Festnahme Öcalans

Zum Jahrestag der Festnahme des PKK-Führers Abdullah Öcalan durch den türkischen Geheimdienst sind im Nordosten Syriens tausende Kurden auf die Straße gegangen.

Syrische Kurden demonstrieren für Öcalan

Syrische Kurden demonstrieren für Öcalan

Zum Jahrestag der Festnahme des PKK-Führers Abdullah Öcalan durch den türkischen Geheimdienst sind im Nordosten Syriens tausende Kurden auf die Straße gegangen. Frauen und Männer aller Altersgruppen zogen am Freitag mit gelben Fahnen mit dem Bild des inhaftierten Gründers der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) durch die Stadt Kamischli. Syriens Nordosten wird von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrolliert, dem syrischen Ableger der PKK.

"Sie haben unseren Anführer ohne Grund ins Gefängnis gesteckt, und kein Land hat dagegen seine Stimme erhoben", sagte die 60-jährige Turkiya in Kamischli mit Blick auf Öcalan, der seit seiner Festnahme durch den türkischen Geheimdienst in Kenia in einem Gefängnis nahe Istanbul sitzt. Der PYD-Kovorsitzende Tschahus Hassan sagte, die Kundgebung solle zeigen, "dass unser Anführer humanistische Ideen hat und wir ihn unterstützen".

Der PKK-Chef war im Herbst 1998 auf Druck der Türkei aus Syrien ausgewiesen worden, wo er die vorherigen Jahre verbracht hatte. Nach einer monatelangen Odyssee gelangte er mit Hilfe des griechischen Geheimdiensts in die Botschaft in Nairobi, doch wurde er beim Verlassen der Botschaft von türkischen Agenten gefasst und in die Türkei gebracht. Dort wurde er zunächst zum Tode verurteilt, bevor das Urteil in lebenslange Haft umgewandelt wurde.

Obwohl er seit 20 Jahren in fast vollständiger Isolation auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmara-Meer sitzt, genießt Öcalan weiter großes Ansehen unter den Kurden. In den Gebiete, die die PYD im syrischen Bürgerkrieg unter ihre Kontrolle gebracht hat, ist Öcalans Bild allgegenwärtig. Wegen ihrer engen Verbindungen zur PKK betrachtet die Türkei die PYD als Bedrohung und ist bereits wiederholt militärisch gegen sie vorgegangen.

AFP

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