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Tarifverhandlungen für Länder in Berlin gestartet

Für die mehr als 800.000 Angestellten der Bundesländer außer Hessen haben am Montag in Berlin die Tarifverhandlungen begonnen.

Demonstration zum Verhandlungsauftakt

Demonstration zum Verhandlungsauftakt

Für die mehr als 800.000 Angestellten der Bundesländer außer Hessen haben am Montag in Berlin die Tarifverhandlungen begonnen. Die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Beamtenbund (DBB) fordern von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sechs Prozent, monatlich jedoch mindestens 200 Euro mehr Gehalt. Verdi-Bundeschef Frank Bsirske sagte, die Streikkasse sei zwar gut gefüllt, doch es sei fraglich, ob Arbeitskampfmaßnahmen angesichts der Milliardenüberschüsse der Länder überhaupt nötig würden.

Der TdL-Verhandlungsführer, Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), bezifferte die Gewerkschaftsforderungen auf insgesamt zehn Milliarden Euro pro Jahr und wies diese als überhöht zurück. DBB-Chef Ulrich Silberbach betonte, die Forderung der Gewerkschaften sei berechtigt, die Beschäftigten der Länder müssten den Anschluss halten an die Lohnentwicklung ihrer Kollegen in Bund und Kommunen. Für diese hatten Verdi und Beamtenbund 2018 einen Lohnabschluss von 7,5 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten erzielt.

AFP