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Tausende "Gelbwesten" in Frankreich auf der Straße

In Frankreich haben am 22. Samstag in Folge die "Gelbwesten" gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron protestiert. Bis 14.

"Gelbwesten" am Samstag in Toulouse

"Gelbwesten" am Samstag in Toulouse

In Frankreich haben am 22. Samstag in Folge die "Gelbwesten" gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron protestiert. Bis 14.00 Uhr versammelten sich landesweit rund 7500 Demonstranten, wie das Innenministerium mitteilte. In Paris nahmen demnach 1300 Menschen an den Kundgebungen teil. In Montpellier gingen rund 1800 Menschen auf die Straße. Neues Zentrum der Proteste war an diesem Wochenende Toulouse im Südwesten des Landes.

Die Demonstration in Paris verlief ohne größere Zwischenfälle. Die Polizei nahm nach Angaben der Präfektur 15 Demonstranten vorübergehend fest. In Toulouse setzte die Polizei zufolge Tränengas ein, um den Demonstrationszug am Betreten der Innenstadt zu hindern, wie AFP-Reporter berichteten. Ein Bauwagen und ein Kleinlaster wurden in Brand gesetzt.

Es waren die ersten "Gelbwesten"-Proteste seit Inkrafttreten des umstrittenen "Anti-Randalierer-Gesetzes". Damit dürfen Sicherheitskräfte bei Demonstrationen schärfer gegen mutmaßliche Gewalttäter und Vermummte vorgehen.

Die Proteste der "Gelbwesten"-Bewegung, die zum Teil mit massiver Gewalt einhergingen, hatten Mitte November begonnen. Inzwischen flauten sie ab: Gingen am vergangenen Samstag landesweit nurmehr 22.300 Menschen auf die Straße, waren es Mitte November noch 282.000 gewesen. Für kommende Woche haben die "Gelbwesten" wieder einen "großen Tag" angekündigt.

AFP