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Tausende deutsche Urlauber sitzen weiter in Südafrika fest

Trotz der seit Wochen laufenden Rückholaktion des Auswärtigen Amtes sitzen weiterhin zahlreiche deutsche Urlauber in Südafrika fest.

Deutsche Rückreisende in Kapstadt Anfang April

Deutsche Rückreisende in Kapstadt Anfang April

Trotz der seit Wochen laufenden Rückholaktion des Auswärtigen Amtes sitzen weiterhin zahlreiche deutsche Urlauber in Südafrika fest. "Auch in diesen Tagen läuft die Aktion weiter, da wir noch tausende Menschen insbesondere aus Südafrika nach Deutschland zurückbringen müssen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag in Berlin. In dem Land gelte eine "harte Ausgangssperre mit Polizeikontrollen", so dass es für die Urlauber sehr schwierig sei, überhaupt zum Flughafen zu kommen.

Er stehe im engen Austausch mit der südafrikanischen Regierung, sagte Maas. In den vergangenen Tagen habe sich die Lage für die Urlauber bereits etwas gebessert.

Mit der Rückholaktion seien bislang mehr als 240.000 Menschen nach Deutschland gebracht worden, berichtete der Minister. Dies sei eine "einmalige Leistung" gewesen. Die Rückholbemühungen träten nun in eine "neue Phase" ein, da es vor allem darum gehe, "sehr gezielt Einzelfälle" zu bearbeiten. Da der Großteil der Reisenden inzwischen wieder Zuhause sei, hätten die Botschaften und Konsulate nun mehr Kapazitäten, um auch die besonders schwierigen Fälle anzugehen.

"An vielen Orten" hielten sich noch immer Deutsche auf, die zurückwollten, sagte Maas. Das Auswärtige Amt werde nicht für jeden Einzelfall "eine Lösung parat" haben, räumte er ein. "Wir bleiben aber am Ball." Es gebe auch Bemühungen um ein gemeinsames Vorgehen mit anderen europäischen Ländern.

Unklar ist nach Maas Worten noch, inwieweit sich die Urlauber an den Rückreisekosten beteiligen müssen. Die übliche Regelung sei, dass die Kosten eines normalen Economy-Tickets bezahlt werden müssten, sagte er. Bei der aktuellen Rückholaktion sei diese Frage aber zurückgestellt worden, weil dafür keine Zeit sei. "Irgendwann" werde darüber entschieden, ob und wie viel die Urlauber zahlen müssten.

Maas betonte zugleich, dass die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes weiterhin gilt. "Ich kann nur appellieren an alle Bürger, von nicht notwendigen Auslandsreisen Abstand zu nehmen." Reisende müssten nach wie vor damit rechnen, "nicht mehr zurückzukommen". Über die Reisewarnung werde Ende April oder Anfang März neu entschieden.

AFP

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