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Tausende protestieren in Bangladesch gegen Frankreichs Präsident Macron

Protestierende einer Islamistischen Partei in Dhaka
Protestierende einer Islamistischen Partei in Dhaka
© © 2020 AFP
Tausende Menschen haben am Freitag in verschiedenen Städten Bangladeschs gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron wegen dessen Islamaussagen protestiert.

Tausende Menschen haben am Freitag in verschiedenen Städten Bangladeschs gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron wegen dessen Islamaussagen protestiert. Einige verbrannten Bilder des Staatschefs, um ihre Empörung über Macrons Verteidigung von Mohammed-Karikaturen auszudrücken. Nach Angaben der Polizei nahmen allein 12.000 Menschen an den Protesten in der Hauptstadt Dhaka teil; unabhängige Beobachter sowie die Organisatoren sprachen von 40.000 Teilnehmern.

In dem muslimisch geprägten Staat fanden landesweit nach dem Freitagsgebet Proteste statt. Es sind die zweiten Demonstrationen in dieser Woche gegen Frankreich und seinen Präsidenten. Bereits Dienstag waren in der Hauptstadt zehntausende Menschen auf der Straße.

"Wir sind alle Soldaten des Propheten Mohammed", riefen die Protestierenden in Dhaka am Freitag. Sie forderten außerdem einen Boykott von französischen Waren, sowie Strafen für Macron.

Auslöser der Spannungen waren Macrons Aussagen zur Verteidigung der Meinungsfreiheit nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf einen Lehrer bei Paris, der Mohammed-Karikaturen in seinem Unterricht gezeigt hatte. Der Präsident betonte, dass Frankreich "Karikaturen und Zeichnungen nicht aufgeben" werde.

Seit Macron die Karikaturen nach der Ermordung des Pädagogen Samuel Paty verteidigt hat, kommt es in vielen muslimischen Ländern zu Protesten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan rief zum Boykott französischer Waren auf und riet dem Präsidenten, seinen "Geisteszustand untersuchen" zu lassen.

Auch in Frankreich blieb angespannt, nachdem ein Mann am Donnerstag drei Menschen in einer Kirche in Nizza getötet hatte. Der französische Staatschef nannte die Tat einen "islamistischen Terrorangriff".

AFP

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