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Telekom startet 5G-Netz in fünf deutschen Städten

Die Telekom hat ihr 5G-Netz in fünf deutschen Städten gestartet.

Telekom-Chef Timotheus Höttges

Telekom-Chef Timotheus Höttges

Die Telekom hat ihr 5G-Netz in fünf deutschen Städten gestartet. Ab sofort sei der neue Mobilfunkstandard in Berlin, München, Köln, Bonn und Darmstadt verfügbar, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bis zum Jahresende sollen Hamburg und Leipzig dazukommen. In Berlin stehen 66 Antennen, sie versorgen die Bezirke Schöneberg, Mitte und Kreuzberg. Das ist laut Telekom mit rund sechs Quadratkilometern das größte zusammenhängende 5G-Gebiet Deutschlands.

Insgesamt funkten derzeit bereits 129 5G-Antennen in den fünf Städten, bis zum Jahresende sollen es bereits über 300 sein. Die Telekom orientiere sich dabei "am Bedarf unserer Kunden", erklärte der Technikchef des Telekommunikationskonzerns, Walter Goldenits. Wo die Datennutzung hoch sei, liege der Fokus darauf, zusammenhängende Gebiete zu bauen.

Außerdem setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben in den fünf Städten auf verschiedene Schwerpunkte, um bei der Pionierarbeit auf allen Gebieten Erfahrung zu sammeln. So liegt in Berlin der Fokus auf der Versorgung der Innenstadt mit ihren touristischen Orten sowie dann auch auf dem Technologiepark Adlershof im Süden. In Köln ist das Ziel ein "ringförmiger Innenstadtausbau", in München steht etwa die gewerbliche Nutzung stärker im Fokus.

Als erster Betreiber hatte Mitte Juli der Anbieter Vodafone das 5G-Netz für private Nutzer geöffnet. In 20 Städten und Gemeinden wurden damals die ersten 25 Stationen aktiviert. Vodafone startete zudem mit dem Verkauf der ersten Tarife und 5G-fähigen Geräte.

Auch die Telekom teilte mit, dass die ersten kommerziellen neuen Endgeräte ab sofort verfügbar seien - es handelt sich um 5G-fähige Smartphones von Samsung, Huawei und HTC. Das Unternehmen kam damit pünktlich zum Start der Internationalen Funkausstellung (IFA) mit seinen Neuerungen heraus, die am Freitag offiziell ihre Tore öffnet.

Der Standard 5G verspricht deutlich schnellere und leistungsfähigere Verbindungen als ältere Mobilfunkstandards. Mitte Juni war die Frequenzauktion der Bundesnetzagentur zu Ende gegangen. Dabei sicherten sich neben der Telekom und Vodafone auch Telefónica (O2) und 1&1 Drillisch (United Internet) Frequenzblöcke.

AFP