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Thyssenkrupp und Tata Steel machen Zugeständnisse an Brüssel für Stahlfusion

Im Bemühen um grünes Licht aus Brüssel für ihre geplante Fusion haben die Konzerne Thyssenkrupp und Tata Steel der EU-Kommission Zugeständnisse gemacht.

Stahlarbeiter in Duisburg

Stahlarbeiter in Duisburg

Im Bemühen um grünes Licht aus Brüssel für ihre geplante Fusion haben die Konzerne Thyssenkrupp und Tata Steel der EU-Kommission Zugeständnisse gemacht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montagabend aus Kommissionskreisen, nachdem das "Handelsblatt" zunächst darüber berichtet hatte. Die EU-Kommission verlängerte die Frist, bis zu der sie sich zu den Plänen äußern will, auf den 5. Juni.

Der deutsche Industriekonzern Thyssenkrupp will seine Stahlsparte mit dem indischen Unternehmen Tata Steel verschmelzen und so ein Gegengewicht zu günstigem Stahl aus China schaffen. Derzeit prüft die EU-Kommission die geplante Fusion, um Auswirkungen auf den Wettbewerb auf den Stahlmärkten wie etwa höhere Preise zu untersuchen.

Ende Oktober hatte die Kommission erklärt, es gebe nach einer ersten Markterfassung unter anderem Bedenken bei Stahl in der Automobilindustrie und bei Verpackungsstahl, der etwa für Konservendosen benutzt wird. Zu den nun gemachten Zugeständnissen wurde aus der Kommission nichts bekannt.

Dem "Handelsblatt" zufolge boten die beiden Konzerne den Verkauf von Teilen ihrer Autoblechproduktion an, darunter der spanischen Thyssenkrupp-Tochter Galmed. Außerdem sind die beiden Unternehmen demnach bereit, Verpackungsstahl-Aktivitäten abzugeben, etwa Produktionseinheiten in Belgien und Großbritannien. Sie bieten zudem den Zugang zu ihrer Rohstahlproduktion an, wie das "Handelsblatt" berichtete.

AFP