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Trump-Berater Stone plädiert auf nicht schuldig

Der in der Russland-Affäre rund um US-Präsident Donald Trump unter Anklage gestellte Politikberater Roger Stone hat formell auf nicht schuldig plädiert.

Roger Stone vor dem Gerichtsgebäude in Washington

Roger Stone vor dem Gerichtsgebäude in Washington

Der in der Russland-Affäre rund um US-Präsident Donald Trump unter Anklage gestellte Politikberater Roger Stone hat formell auf nicht schuldig plädiert. Der 66-Jährige legte das Plädoyer am Dienstag vor einer Bundesrichterin in Washington ab.

Der langjährige Freund und Berater Trumps war am Freitag in seinem Haus in Fort Lauderdale im Bundesstaat Florida von Beamten der Bundespolizei FBI festgenommen worden. Wenige Stunden danach wurde er gegen eine Kaution von 250.000 Dollar (220.000 Euro) auf freien Fuß gesetzt.

Sonderermittler Robert Mueller wirft Stone in seiner Anklage die Behinderung von Kongressuntersuchungen zu der Affäre um die russischen Einmischungen in den US-Wahlkampf 2016, Falschaussagen und Versuche zur Manipulation eines anderen Zeugen vor.

Vor dem Gerichtsgebäude in der Hauptstadt hatten sich zum Erscheinen Stones sowohl Gegner als auch Unterstützer des Trump-Beraters versammelt. Einer der Kritiker schwenkte eine russische Flagge, auf einem Schild wurde Stone als "schmutziger Verräter" bezeichnet. Ein Unterstützer verteidigte ihn mit dem Spruch: "Roger Stone hat nichts Falsches getan."

Stone steht im Verdacht, als Verbindungsmann zwischen der Trump-Kampagne und Wikileaks fungiert zu haben. Die Enthüllungsplattform hatte während des Wahlkampfs zehntausende gehackte E-Mails mit teils brisantem Inhalt aus dem Lager von Trumps Rivalin Hillary Clinton veröffentlicht. Die E-Mails waren nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste von russischen Onlinepiraten gestohlen worden.

Die im Mai 2017 gestarteten Untersuchungen Muellers haben zu Anklagen gegen bislang sechs Trump-Mitarbeiter geführt. Stone hatte am Freitag bekräftigt, dass er im Gegensatz zu anderen Angeklagten nicht gegen Trump aussagen werde. Er geißelte die Mueller-Ermittlungen als "politisch motiviert".

Der mit Hochspannung erwartete Abschlussbericht Muellers könnte nach Angaben des kommissarischen US-Justizministers Matthew Whitaker schon bald vorliegen. Die von dem früheren FBI-Direktor geführten Untersuchungen seien "kurz davor, abgeschlossen zu werden", sagte Whitaker am Montag. Er sei "vollständig über die Ermittlungen unterrichtet" worden und erwarte nun von Mueller den Abschlussbericht.

AFP