HOME

Trump preist gutes Verhältnis zu Putin am Rande von G20-Gipfel

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka die harmonischen Beziehungen mit seinem Kollegen betont.

Putin (l.) und Trump in Osaka

Putin (l.) und Trump in Osaka

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka die harmonischen Beziehungen mit seinem Kollegen betont. "Es ist mir eine große Ehre, Präsident Putin zu treffen", sagte Trump am Freitag. "Wir haben eine sehr, sehr gute Beziehung." Mit einem Scherz reagierte Trump auf die Frage nach möglichen Einmischungen Russlands in die US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.

Als Reaktion auf die Frage eines Journalisten, ob er Putin vor einer Einflussnahme warnen werde, sagte Trump lächelnd und mit erhobenem Finger in Richtung des russischen Staatschefs: "Mischen Sie sich nicht in die Wahl ein, Herr Präsident, mischen Sie sich nicht ein." Putin quittierte Trumps Scherz mit Schweigen und einem Grinsen.

Das Gespräch in Osaka war das erste bilaterale Treffen der beiden Politiker seit einem umstrittenen Treffen im finnischen Helsinki vor knapp einem Jahr. Bereits vor dem Abflug nach Japan hatte sich der US-Präsident zuversichtlich mit Blick auf das Treffen mit Putin gezeigt. "Ich werde eine sehr gutes Gespräch mit ihm haben", sagte er im Weißen Haus zu Journalisten. Zugleich schränkte er ein: "Was ich ihm sage, hat Euch nicht zu interessieren."

In Helsinki hatte sich Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin im vergangenen Jahr geweigert, die mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl von 2016 zu kritisieren. Stattdessen sagte er, er glaube der Aussage Putins, wonach es keine Einmischung gab.

US-Sonderermittler Robert Mueller hatte bei seinen fast zweijährigen Ermittlungen zwar keine Belege für illegale Geheimabsprachen von Trumps Wahlkampfteam mit Russland gefunden. Allerdings gab es demnach Kontakte zwischen russischen Funktionären und Mitarbeitern von Trumps Kampagne.

AFP