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Trump stellt sich hinter Kandidatin für CIA-Spitze

Die wegen ihrer Rolle bei früheren Folterpraktiken umstrittene designierte CIA-Chefin Gina Haspel hat Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump bekommen.

Gina Haspel soll nach dem Willen von US-Präsident Trump die erste Frau an der Spitze der CIA werden

Gina Haspel soll nach dem Willen von US-Präsident Trump die erste Frau an der Spitze der CIA werden

Die wegen ihrer Rolle bei früheren Folterpraktiken umstrittene designierte CIA-Chefin Gina Haspel hat Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump bekommen. Trump empörte sich am Montag darüber, dass seine "hochrespektierte" Kandidatin für die Spitze des Auslandsgeheimdienstes deshalb unter Beschuss geraten sei, weil sie "zu hart gegenüber Terroristen" gewesen sei.

"Stellt Euch das vor, in diesen gefährlichen Zeiten haben wir die am besten qualifizierte Person" für den Job - und die oppositionellen Demokraten wollten sie heraus dem Rennen, weil sie "zu hart gegen den Terror" vorgeht, kritisierte der US-Präsident im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Die "Washington Post" hatte am Vortag unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter berichtet, Haspel sei wegen der heftigen Debatte um ihre Person willens gewesen, auf den Posten an der CIA-Spitze zu verzichten. Mitarbeiter des Weißen Hauses hätten die bisherige stellvertretende CIA-Direktorin daraufhin in einem langen Gespräch am Sitz des Geheimdienstes bedrängt, nicht auszusteigen.

Trump habe gewünscht, dass die 61-Jährige im Rennen bleibe, berichtete die Zeitung weiter. Sie habe dann schließlich auch eingewilligt, an ihrer Nominierung festzuhalten.

Um den Posten als erste Frau an der Spitze der CIA anzutreten, braucht Haspel die Zustimmung des Senats. Dort soll sie am Mittwoch vom Geheimdienstausschuss befragt werden. Die langjährige Geheimagentin muss sich auf viele bohrende Fragen vor allem aus den Reihen der Demokraten einstellen.

Haspel hatte in dem von Ex-Präsident George W. Bush nach den Anschlägen des 11. September 2001 ausgerufenen "Krieg gegen den Terror" laut US-Medienberichten eine wichtige Rolle bei geheimen Inhaftierungen und Verhören von Terrorverdächtigen gespielt.

Sie leitete damals zeitweise ein verstecktes Gefängnis in Thailand. Unter ihrer Leitung soll dort ein mutmaßliches Al-Kaida-Mitglied drei Mal dem "waterboarding", also simulierten Ertrinken, unterzogen worden sein. Später ließ Haspel die Videoaufzeichnungen der Verhöre vernichten - dabei soll sie aber im Auftrag von oben gehandelt haben.

AFP

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