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Trump verkündet Abbruch der Friedensverhandlungen mit den Taliban

Als Reaktion auf den jüngsten Taliban-Anschlag in Kabul hat US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit der Islamistengruppe über ein Friedensabkommen für beendet erklärt.

Trump erklärt Verhandlungen mit Taliben für beendet

Trump erklärt Verhandlungen mit Taliben für beendet

Als Reaktion auf den jüngsten Taliban-Anschlag in Kabul hat US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit der Islamistengruppe über ein Friedensabkommen für beendet erklärt. Er habe auch ein für Sonntag geplantes Geheimtreffen mit den Anführern der Taliban in Camp David abgesagt, schrieb Trump am Samstagabend (Ortszeit) im Online-Dienst Twitter. Bei dem Selbstmordanschlag in Kabul war am Donnerstag auch ein US-Soldat getötet worden.

Die USA, die vor fast 18 Jahren in Afghanistan einmarschiert waren, verhandeln seit einem Jahr mit den radikalislamischen Taliban und erzielten bereits eine Grundsatzeinigung. Demnach wollten die USA rund 5000 der insgesamt 13.000 Soldaten von fünf Stützpunkten in Afghanistan abziehen, wenn die Taliban ihre Zusagen hinsichtlich der Sicherheit des Landes einhalten.

Nach Angaben Trumps wollte er am Sonntag auf seinem Landsitz in Camp David bei Washington Gespräche mit den Taliban-Anführern führen sowie den afghanischen Staatschef Aschraf Ghani empfangen. Er habe das Treffen aber abgesagt, twitterte der US-Präsident.

Er verwies zur Begründung auf den Anschlag vom Donnerstag, bei dem "einer unserer großartigen Soldaten und elf weitere Menschen getötet wurden". Er warf den Taliban vor, sie hätten versucht, mit der Attacke "ihre Verhandlungsposition zu stärken".

AFP