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Tusk schlägt "flexiblen" Brexit-Aufschub von zwölf Monaten vor

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat einen "flexiblen" Aufschub für den Austritt Großbritanniens aus der EU von zwölf Monaten vorgeschlagen.

Donald Tusk

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EU-Ratspräsident Donald Tusk hat einen "flexiblen" Aufschub für den Austritt Großbritanniens aus der EU von zwölf Monaten vorgeschlagen. "Das ist Tusks Idee", sagte ein hochrangiger EU-Vertreter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit Medienberichte. Der Vorschlag "wird heute den Mitgliedstaaten vorgestellt", sagte er.

Nach derzeitigem Stand muss Großbritannien die EU um Mitternacht am 12. April verlassen. Mit Tusks neuem Vorschlag könnte London den Austritt verschieben. Sollte das britische Unterhaus den zwischen Premierministerin Theresa May und Brüssel ausgehandelten Austrittsvertrag doch noch absegnen, könnte London noch vor Ende des Jahres aus der EU austreten.

In London diskutierte die konservative Regierung derweil mit der Opposition über die Möglichkeiten, einen sogenannten harten Brexit ohne Austrittsabkommen zu vermeiden. Dafür will die Regierungschefin sich mehr Zeit von der EU erbitten. Britischen Medienberichten zufolge wird May den EU-Mitgliedstaaten noch am Freitag ihre Anfrage zu einer Verschiebung des Brexit-Datums zukommen lassen.

AFP