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Umweltorganisationen begrüßen Urteil zu Fahrverboten in Hessen

In der hessischen Metropole Frankfurt am Main müssen Dieselbesitzer ab dem kommenden Jahr mit Fahrverboten rechnen.

Auspuff eines Dieselautos

Auspuff eines Dieselautos

In der hessischen Metropole Frankfurt am Main müssen Dieselbesitzer ab dem kommenden Jahr mit rechnen. Das Verwaltungsgericht in Wiesbaden habe am Mittwoch nach sechsstündiger Verhandlung "den Weg für saubere Luft" frei gemacht, erklärte die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte das Urteil: Nachdem die Politik viel zu lange akzeptiert habe, dass Zehntausende gefährlich schmutzige Luft atmen müssten, setze das Gericht nun "wirksame Hilfe" durch.

Vor dem Verwaltungsgericht hatte die DUH gegen das Land Hessen geklagt, damit schnellstmöglich die Grenzwerte für Stickstoffdioxid in eingehalten werden. Dieselfahrverbote seien dafür die "alleinige Möglichkeit" und müssten in den Luftreinhalteplan für die Stadt aufgenommen werden, argumentiert die DUH. Das Urteil habe nun "Signalwirkung" erklärte die Organisation.

Frankfurt müsse seine Einwohner mit einem flächendeckenden Fahrverbot für ältere Diesel und Benziner vor gesundheitsschädlichen Abgasen schützen, kommentierte das Urteil. Ab dem 1. Februar 2019 dürfen demnach Dieselautos der Abgasklasse Euro 4 und älter, sowie Benziner der Euroklasse 1 und 2 einen Teil der Frankfurter Innenstadt nicht mehr befahren. Ab 1. September 2019 gelte das Verbot auch für Diesel der Klasse 5.

Frankfurt sei damit "die erste deutsche Stadt, die ältere Diesel und Benziner großflächig aussperrt", erklärte die Umweltschutzorganisation. Die hessische Großstadt und alle anderen Städte mit Luftproblemen müssten das Urteil nun "als Fanal für eine überfällige Verkehrswende begreifen", forderte Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. Nur wenn Städte das Angebot an Bussen und Bahnen deutlich erweiterten und ihr Radwegenetz konsequent ausbauten, kämen Menschen künftig "sicher und sauber durch die Stadt".

AFP

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