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UN-Experten sehen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm als "intakt" an

Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm ist nach Einschätzung von UN-Experten nach wie vor "intakt".

Start einer nordkoreanischen Hwasong-14-Rakete

Start einer nordkoreanischen Hwasong-14-Rakete

Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm ist nach Einschätzung von UN-Experten nach wie vor "intakt". Nordkorea nutze unter anderem zivile Einrichtungen wie Flughäfen, um ballistische Raketen zusammenzubauen und zu testen, heißt es in einem Bericht an den UN-Sicherheitsrat, den die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag einsehen konnte. Damit wolle Pjöngjang verhindern, dass die Raketen durch mögliche Luftangriffe der USA zerstört würden.

Die Sanktionen gegen das international isolierte Land seien weitgehend "ineffektiv", beklagen die UN-Experten zudem. So erhalte Nordkorea weiter illegale Öllieferungen, verkaufe Kohle und verstoße gegen das Waffenembargo. Unter anderem versuche die Führung des Landes, Waffen nach Syrien, an die Huthi-Rebellen im Jemen, nach Libyen und in den Sudan zu liefern. Finanzsanktionen seien nur unzureichend umgesetzt und würden massiv umgangen.

Der Bericht wurde vor einem geplanten zweiten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un an den UN-Sicherheitsrat übergeben. Trump und Kim werden sich vermutlich noch im Februar treffen, höchstwahrscheinlich in Vietnam.

Kim hatte beim ersten Gipfel mit Trump im vergangenen Juni in Singapur eine vollständige nukleare Abrüstung zugesagt, sich aber nicht auf Details festgelegt. Die Verhandlungen zwischen Nordkorea und den USA gerieten seither immer wieder ins Stocken.

Die US-Geheimdienste haben zudem starke Zweifel daran, dass Kim wirklich vollständig nuklear abrüsten will. Am Mittwoch wird der US-Sondergesandte Stephen Biegun zu Gesprächen in Pjöngjang erwartet.

AFP

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