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UN-Sicherheitsrat ruft libyschen General zur Ende von Offensive auf Tripolis auf

Der UN-Sicherheitsrat hat die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar zur Beendigung ihres Vormarsches auf Tripolis aufgerufen.

Mit General Haftar verbündete Kämpfer

Mit General Haftar verbündete Kämpfer

Der UN-Sicherheitsrat hat die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar zur Beendigung ihres Vormarsches auf Tripolis aufgerufen. Das Gremium fordere von Haftars sogenannter Libyscher Nationaler Armee (LNA), "alle militärischen Bewegungen zu stoppen", sagte der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen am Freitag nach einem Treffen des Sicherheitsrats in New York. Deutschland hat derzeit den Vorsitz im Sicherheitsrat inne.

Zuvor hatten die Außenminister der G7-Staaten die sofortige Einstellung der Kämpfe in Libyen angemahnt. Die Konfliktparteien sollten "alle Aktivitäten und alle Truppenbewegungen auf Tripolis" umgehend beenden, erklärten die im französischen Dinard zu Beratungen versammelten Minister. Die jüngsten Gefechte in der Nähe von Tripolis behinderten die Bemühungen der Vereinten Nationen für einen politischen Prozess in dem Bürgerkriegsland.

Es gebe keine militärische Lösung in dem Konflikt, betonten die G7-Minister. Durch die neue Gewalt würden lediglich Zivilisten gefährdet. An dem Treffen in der Bretagne nahm auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) teil.

In der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis hatten sich regierungstreue Milizen am Freitag schwere Gefechte mit Truppen Haftars geliefert. Haftar hatte am Donnerstag seiner LNA befohlen, auf die Hauptstadt vorzurücken. Der Vormarsch war nur vorübergehend von regierungstreuen Milizen gestoppt worden.

Seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in dem nordafrikanischen Land Chaos. Die Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Zahlreiche Milizen haben sich im Land ausgebreitet und sind auf verschiedene Weise mit der Einheitsregierung in Tripolis oder der Gegenregierung im Osten verbündet.

AFP

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