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Unabhängigkeitsbefürworter machen vor Fußball-Spitzenspiel in Barcelona mobil

3000 Polizisten sollen das Stadion absichern
3000 Polizisten sollen das Stadion absichern
© © 2019 AFP
Vor dem Spitzenspiel zwischen den Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona haben am Mittwoch tausende Menschen in der katalanischen Hauptstadt den Verkehr rund um das Fußballstadion Camp Nou lahm

Vor dem Spitzenspiel zwischen den Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona haben am Mittwoch tausende Menschen in der katalanischen Hauptstadt den Verkehr rund um das Fußballstadion Camp Nou lahm gelegt. Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter der Bewegung Demokratischer Tsunami riefen die Demonstranten aber ausdrücklich dazu auf, die Besucher des Spiels ins Stadion zu lassen. Im Internet kündigte die Bewegung, deren Anführer unbekannt sind, eine vorerst geheim gehaltene Aktion im Stadion unter ihrem Dialog-Motto "Spanien, sitz und rede" an.

Die Unabhängigkeitsbefürworter hatten vor dem Spitzen-Fußballspiel, das um 20.00 Uhr beginnen sollte, zu einer "massiven" Demonstration rund um das Camp-Nou-Stadion des FC Barcelona aufgerufen. Das Spiel soll aber keinesfalls ausfallen. Wegen massiver, teils gewaltsamer Proteste von katalanischen Unabhängigkeitsbefürwortern war das Spitzenspiel bereits am 26. Oktober abgesagt und auf diesen Mittwoch verlegt worden.

Rund ums Stadion herrschte nun eher Party-Atmosphäre mit Gesängen und Parolen. Blaue Banderolen mit dem Slogan des Demokratischen Tsunami - "Freiheit, Rechte, Selbstbestimmung" - wurden verteilt. Hunderte Polizisten waren im Einsatz, um das Spiel zu sichern. Die Fußballmannschaften erreichten das Stadion zwei Stunden vor dem geplanten Spielbeginn in Bussen und aus der Luft von Helikoptern überwacht.

Die Bewegung Demokratischer Tsunami, die ein zweites Unabhängigkeitsreferendum fordert, hatte ihre Anhänger dazu aufgerufen, sich vier Stunden vor Spielbeginn am Camp-Nou-Stadion zu versammeln. Zu dem Match wurden fast 100.000 Fans erwartet. Rund 3000 Polizisten sollten das Stadion absichern. Auch im Stadion selbst werden mehr Sicherheitsleute eingesetzt als gewöhnlich.

AFP

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